Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.

Unsere Ansprechpartner:

Ulrich von Bassewitz, Dr oec. HSG
Direktor Studiengänge

Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung

Planen & Optimieren

Vorwort des Herausgebers

Das Konjunkturrad dreht sich immer schneller. Rascher Wandel scheint gerade auch in der Wirtschaftsentwicklung zum Dauerzustand geworden zu sein. Erstreckten sich noch vor nicht all zu langer Zeit Konjunkturzyklen über 6-10 Jahre, lässt sich aktuell eine deutlich zusammengestauchte Amplitude erkennen. Nicht nur aufgrund des immer schneller dahinwogenden Auf und Abs ist ein starker Magen notwendige Voraussetzung für Wirtschaftskapitäne geworden. Gemütliches Dahingleiten ist nun endgültig nicht mehr möglich, vielmehr muss die Umgebung ganzheitlich aufnehmend mal gekreuzt, mal gepaddelt, mal gesurft werden.

Dies erfordert ein Management, dass sich nicht mit eindimensionalen, nur kurzfristig wirkenden Massnahmebündeln aufhält, sondern solche Denk- und Handlungsweisen konsequent lebt, die nachhaltige Unternehmensentwicklung sicher zu bewerkstelligen vermögen. Dazu ist ein geprüftes und sich bewährendes, tragfähiges Basiskonzept notwendig. Dieses haben Wissenschafter und Praktiker dem St. Galler Gedankengut folgend bereits vor einigen Jahrzehnten entwickelt. Als „Leerstellengerüst für Sinnvolles“ (Ulrich, Bleicher) dient es der Bewältigung von Komplexität und der Sicherung eines langfristig, erfolgreichen Corporate Developments der Unternehmung.

Der stetig weiterentwickelte und präzisierte St. Galler Management Ansatz liefert einen handfesten Bezugsrahmen, um die für ein erfolgreiches Corporate Development der Unternehmung notwendigen Managementsysteme adäquat zu gestalten und zu steuern. So liegt das St. Galler Konzept Integriertes Management sämtlichen Seminaren, Diplomstudiengängen sowie innerbetrieblichen Veranstaltungen der St. Galler Business School zu Grunde.

Innerhalb einer zunehmend spezialisierten Welt, braucht es eine integrierende Klammer – ein ganzheitliches Instrumentarium das den Blick auf das Gesamte richtet – ein Objektiv das eine Refokussierung erlaubt und unterstützt. Nur so ist es möglich Bildausschnitte richtig zu deuten, Pixel richtig zuzuordnen und Konturen vom „Ist“ und möglichem „Soll“ zu erkennen.

Vor diesem Hintergrund präsentieren wir Ihnen auch 2012 wiederum 3 Bände mit ausgesuchten praxisorientierten Diplomarbeiten, welche im Rahmen von Studiengängen der St. Galler Business School erarbeitet worden sind.

Im Verlauf Ihres Studiums haben sich die AbsolventenInnen der berufsbegleitenden Studiengänge intensiv mit Fragestellungen eines erfolgreichen ganzheitlichen integrierten Managements auseinandergesetzt. Grundlage ist das integrierte, system- und umsetzungsorientierte Konzept der St. Galler Management-Lehre, wie es von unserem ehemaligen wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher geprägt wurde. In diesem Konzept wird zwischen normativen, strategischen und operativen Dimensionen unterschieden, die im Hinblick auf notwendige Aktivitäten, Strukturen und Verhalten in Einklang zu bringen sind, um eine langfristige Lebensfähigkeit zu sichern. Deren Analyse und anschliessende bewusste Gestaltung bietet dem Management die Möglichkeit, präzise Aussagen zum Entwicklungsstand und zur zukünftigen Ausrichtung eines Unternehmens zu machen.

In aktuell neun Sammelbänden (3 Bände im Jahr 2010, 3 Bände im Jahr 2011, 3 Bände im Jahr 2012) werden zentrale Fragestellungen erfolgreichen integrierten Managements diskutiert und anhand von konkreten praktischen Unternehmensbeispielen illustriert. Damit soll der interessierten Leserschaft eine Plattform geboten werden, sich ausgehend vom bewährten St. Galler Management Ansatz mit aktuellen praxisnahen Fragestellungen aus der Wirtschaftspraxis auseinander zu setzen.

So widmet sich vorliegender Band 7 dem breiten Themenspektrum von „Planen und Optimieren“ und greift mittels unterschiedlich gelagerter Beiträge wesentliche Faktoren der erfolgreichen Führung der Unternehmung auf. Der erste Beitrag verfasst von Armin Huerlimann beschäftigt sich mit der Optimierung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz moderner Kollaborations-Technologien. Im Fokus steht hierbei die optimale Unterstützung des Kerngeschäfts einer Firma durch den Einsatz moderner Kommunikations- und Kollaborationstechnologien sowie die Umsetzung dieser nötigen Leistungen im Rahmen einer zu gründenden Beratungsfirma für welche ein fundierter Businessplan erarbeitet wird.

Im zweiten Beitrag von Alexander Hust wird der Ausbau der Kosten- und Leistungsrechnung in einem Industriebetrieb zu einem Führungsinstrument behandelt. Ziel dieses Textes ist die Weiterentwicklung der aktuellen Rechnungswesenlandschaft zu einer Kosten- und Leistungsrechnung, die den Anforderungen eines führungsorientierten Management Accounting gerecht wird. Hierzu wird zunächst die momentane Rechnungswesenlandschaft dargestellt und auf ihre Stärken und Schwächen hin untersucht, um darauf aufbauend den Ausbau zu einem Führungsinstrument zu erläutern.

Gerade in Zeiten turbulenter Umbrüche rücken immer häufiger sogenannte „Marke or Buy Entscheidungen“ ins Zentrum des unternehmerischen Radars. Damit einhergehend spielen eine Konzentration auf Kernkompetenzen, der Aufbau von Know-how bzw. auch der Transfer von Wissen und Technologien eine zunehmend bedeutsame Rolle. Aus diesem Grunde steht der Band 8 ganz im Zeichen des Themenkreises „Transfer und Auslagerung“. Outsourcing beschreibt mit einem Wort eine Vielzahl von solchen Möglichkeiten, die sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt haben. Diese werden im ersten Beitrag von Hagen Höhl aufgegriffen und mit den Begrifflichkeiten Off-, On- und Nearshoring konfrontiert. Nach einer detaillierten Auseinandersetzung mit Möglichkeiten und Grenzen der Identifikation verlagerungsfähiger Leistungen werden sowohl ein Fragekatalog, der sog. Verlagerungs-Check sowie vor Offbzw. Onshore-Entscheidungen zu überprüfende Kriterien erarbeitet.

Der zweite Beitrag verfasst von Thomas Gazlig soll dazu beitragen, Innovationspotenziale an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und Wirtschaft besser auszuschöpfen. Hierbei muss sich der Technologietransfer auf neue Anforderungen einstellen d.h. Transfereinrichtungen sind gefordert sich auf Kernkompetenzen fokussieren und gleichzeitig den Wandel von der Technologie- zur Nutzenorientierung vollziehen. Dabei gewinnt insbesondere die Initiierung und aktive Gestaltung von Beziehungen zwischen Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern als Schlüsselelement erfolgreichen Technologietransfer an Bedeutung. Der Beitrag endet der Vorstellung des sog. „Relationship-Management-Konzepts“ – einem Vorschlag zur praxisrelevanten Umsetzung dieser Erfordernis.

Märkte als Orte des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage sowie auch Wettbewerbsschauplätze sind mit die wesentlichsten Elemente unseres Wirtschaftssystems. Band 9 beschäftigt sich daher mit den Bereichen Wettbewerb und Marktbearbeitung. Der erste Beitrag von Simone Bliem analysiert Wettbewerbs- und Marktbearbeitungsstrategien für den E-Participation Markt in Deutschland. Mittlerweile ist E-Participation in Deutschland zunehmend Gegenstand von Ausschreibungen der öffentlichen Verwaltung, sei es als ein Teilbereich von E-Government-Projekten im Sinne eines Qualitätsmerkmals oder als ausschließliches E-Participation-Projekt. Nach umfassenden Analyse wird eine Wettbewerbs- und Marktbearbeitungsstrategie für den E-Participation Markt in Deutschland erarbeitet. Innovationen in Produkte und Prozesse sind heute unerlässlich für Unternehmen, die am Markt dauerhaft erfolgreich sein wollen.

Der zweite Beitrag von Wolfgang Blender beschäftigt sich mit der Generierung und selektiven Argumentation von Alleinstellungsmerkmalen. Hat man die Alleinstellungsmerkmale identifiziert, gilt es jeweils ein Concept Board dazu zu erstellen, das die Problemstellung des Kunden beschreibt, die Innovation darstellt, den Kundenutzen umschreibt und ihn belegt, um am Ende einen kurzen Slogan daraus zu formen, der möglichst einprägsam ist.

Es sind nicht starre mechanistische Lösungen, die zum Erfolg führen, als vielmehr zeitgerechte, wenn auch nicht ganz perfekte Herangehensweisen im Umgang mit komplexen Aufgaben, was im Denken und Handeln der Mitarbeitenden und Führungskräfte eine neue Offenheit verlangt, die durch zielorientiertes strategisches und operatives Management, eine flexible und vernetzte Organisationsstruktur und vor allem eine auf organisationales Lernen ausgerichtete Unternehmungskultur gefördert wird. Deshalb wollen wir mit den vorliegenden drei neuen Bänden der Reihe „Ganzheitliches Management in der Praxis“ wiederum neue Anstösse für die interessierte Leserin, den interessierten Leser liefern.

Wir hoffen, diese Praxisbeispiele geben Anregungen zum Nachdenken und helfen den Kreativen und Mutigen, neue Wege zu gehen und den Transfer in die eigene Praxis zu vollziehen.

Dr. Christian Abegglen
Gründungsdirektor und Verwaltungsratspräsident der St. Galler Business School

Businessplan für Beratungsfirma im Bereich der Kommunikationstechnologie
„Optimierte Geschäftsprozesse durch Einsatz moderner Kollaborations-Technologien“
Aufbau der Kosten- und Leistungsrechnung in einem Industriebetrieb zu einem Führungsinstrument
Erweiterung der starren Plankostenrechnung Vollkosten zur Managementerfolgsrechnung