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Vorwort des Herausgebers

Wird der Weg wirklich immer schwerer zu bewältigen? Nehmen Hindernisse die Überhand und ein gemütliches Dahinwandern in ebenen Gefilden wird eher zur Ausnahme, denn zur Regel? Müssen die Lenker von Unternehmungen, Staaten und sonstigen Organisationen somit alle zu Extremsportlern mutieren, um nach wie vor Chancen darauf zu haben den Gipfel zu erklimmen oder wenigstens den Steig Richtung Gipfel weiter zu bewältigen?

Dass sich konjunkturelle Zyklen immer mehr verkürzen und somit eine gewisse Permanenz der Krise in unsere Wirtschaft und Gesellschaft Einzug gehalten hat, ist mittlerweile relativ widerspruchslos als Tatsache zu akzeptieren. Diesen widrigen Umweltbedingungen entsprechend, gilt es sich für den Anstieg und die Tour auszurüsten. Auch wenn man sich aktuell eher auf flachen, idyllischen Lichtungen befinden mag – oder zumindest sich zu befinden wähnt, was in der gegenwärtigen Wirtschaftspraxis wohl eher die Ausnahme denn die Regel ist, muss immer mit Wetterkapriolen oder gar Verschüttungen der geplanten Route gerechnet werden, was Notpläne wie provisorischen Unterschlupf oder Inkaufnahme eines steilen Kletterpfades nach sich ziehen kann – und sind dann keine Seile, Ösen, Klettereisen und Gesteinshaken vorhanden, steht man vor massiven Problemen. Folglich gilt es auch auf eher ruhigeren Pfaden und Trails auf alles gefasst und für das Schlimmste gerüstet zu sein.

Kurzfristige Massnahmen sind in diesem Kontext oftmals nicht ausreichend, um erfolgreich und sicher seinem Ziel näher kommen zu können. Viel eher müssen gewisse Denk- und Handlungsweisen konsequent internalisiert sowie entsprechende gebirgstaugliche Strategien erprobt werden – um vom Gebirge wieder in unseren Managementalltag zurückzukehren – also für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung Sorge getragen und selbige in Zukunft tragfähig sichergestellt werden. Solch ein umfassendes alpines Rüstzeug, dass für die schwierigsten Expeditionen geeignet ist, bietet das bewährte und tragfähige Konzept das Wissenschafter und Praktiker dem St. Galler Gedankengut folgend bereits vor einigen Jahrzehnten entwickelt und damit bereits den einen oder anderen Zwöftausender bezwungen haben. Als Anleitung dient dieses der Aufrechterhaltung der Lebensfähigkeit der Unternehmung – vorrausgesetzt man weiss um dessen erfolgreiche Adaptierung auf aktuelle Gegebenheiten. Es handelt sich also hierbei um ein „Leerstellengerüst für Sinnvolles“ (Ulrich, Bleicher).

Der stetig weiterentwickelte St. Galler Management Ansatz liefert so eine Orientierungshilfe, um ein nachhaltiges Corporate Development der Unternehmung sicherzustellen und sowohl im als auch am System adäquat agieren zu können. Folglich liegt dieses universelle St. Galler Konzept Integriertes Management sämtlichen Seminaren, Diplomstudiengängen sowie innerbetriebliche Veranstaltungen der St. Galler Business School zu Grunde. Spezialistentum wird so mit Ganzheitlichkeit und einer integrierenden Klammer begegnet die den Blick auf das grosse Ganze richtet und modular Platz für Spezialthemen bereitstellt. So weiss man, um die richtigen Ansätze in der Bewältigung eines grossen Gipfels und ist darüber hinaus für Sondersituationen wie freischwebendes Biwakieren und Eisklettern geschult – ist sich im Klaren über das „Ist“, seine eigenen Koordinaten in der alpinen Fauna und Flora, als auch über das „Soll“, das Ziel der Reise – das Gipfelkreuz.

Vor diesem Hintergrund dürfen wir Ihnen auch 2013 wiederum 3 Bände mit ausgewählten Diplomarbeiten, welche im Rahmen von Studiengängen der St. Galler Business School erarbeitet worden sind, vorstellen. Im Verlauf ihres Studiums haben sich AbsolventInnen der berufsbegleitenden Studiengänge intensiv mit Fragestellungen eines zielführenden, ganzheitlichen und integrierten Managements auseinandergesetzt. Grundlage hierbei ist, wie oben bereits angerissen, das integrierte, system- und umsetzungsorientierte Konzept der St. Galler Management-Lehre, wie es von unserem ehemaligen wissenschaftlichen Leiter Prof. emer. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher wesentlich geprägt wurde. Diese ganzheitliche Lehre agiert auf drei unterschiedlichen Ebenen der Unternehmung (normativ, strategisch und operativ) und hilft selbiger dabei Aktivitäten, Strukturen und Verhalten in Einklang zu bringen und so Lebensfähigkeit und ein intendiertes Corporate Development sicher zu stellen – eine entsprechend bewusste integrierte Gestaltung der jeweiligen Elemente vorausgesetzt.

In aktuell zwölf Sammelbänden (3 Bände im Jahr 2010, 3 Bände im Jahr 2011, 3 Bände im Jahr 2012 und 3 Bände im Jahr 2013) werden wesentliche Herausforderungen erfolgreichen integrierten Managements diskutiert und anhand konkreter praktischer Unternehmensbeispiele nachvollziehbar illustriert. Damit soll der Leserschaft erneut eine Plattform geboten werden, sich in der Sphäre des bewährten St. Galler Management Ansatzes mit aktuellen Fragestellungen aus der Wirtschaftspraxis auseinander zu setzen.

So widmet sich vorliegender Band 10 dem breiten Themenbereich von „Produkt und Vermarktung“ und greift hier gezielt wesentliche Teilbereiche heraus. Dabei beschäftigt sich der erste Beitrag von Dr. Iris Ziegler in englischer Sprache mit der Kombination von „Quality by Design“ (QbD) sowie einem minimalistischen Ansatz in der Pharmaindustrie und zeigt hierbei theoretisch und empirisch hinterlegt unterschiedliche Ansätze auf. Als Conclusio stellt sich heraus, dass „Quality by Design“ sowohl die Entwicklung besserer Arzneimittel als auch nachhaltiges Wachstum fördert. Hierzu ist allerdings ein klarer „Business Case“ der entsprechend messbare Zahlen inkludiert notwendig, um nachhaltige, tangible Wettbewerbsvorteile zu sichern und langfristig die Profitabilität der Unternehmung zu steigern.

Im zweiten Beitrag von Eva-Maria Tomic wird das Marketinginstrument „Messe“ und deren Bedeutung für eine effektive Erfolgskontrolle im Detail beleuchtet. Ziel des Textes ist die Herleitung eines proaktiven und umsichtigen Messemanagements unter Hinzuziehung verschiedenster Controllingansätze die das Marketingtool „Messe“ optimieren helfen. Dabei stellt sich heraus, dass eine gute Messekontrolle mit einer klaren, quantifizierbaren Zielsetzung steht und fällt. Richtig implementiert trägt ein integriertes Messemanagement vielseitig zur umfassenden Erreichung der Unternehmensziele bei.

Der dritte Artikel von Dr. Erwin Thom beruht auf einer Analyse zur Verbesserung der Situation des Informationsschutzes in den Gesellschaften des Bayer-Konzerns in der Volksrepublik China. Das daraus entstandene ganzheitliche Programm zur Informationssicherheit „Framework for Information Security und Risk-Management“ basiert auf einem stabilen Architekturmodell und berücksichtigt dabei sowohl lokale als auch globale Anforderungen. Damit werden wesentliche Vorraussetzung einer erfolgreichen Unternehmensführung für die entsprechenden Gesellschaften in der Volksrepublik China geschaffen. Ein konkretes Change-Management-Konzept zur Umsetzung des Programms rundet die Arbeit ab.

Gerade in schnelllebigen Zeiten mit erhöhten Unsicherheiten und entsprechenden externen als auch internen Dynamiken und Komplexitäten in den Wertschöpfungsstufen der Unternehmung gewinnt der Ansatz der projektbasierten Organisation als auch die Optimierung von Prozessen zunehmend an Bedeutung. Folglich steht Band 11 ganz im Zeichen des Themenbereiches „Projektmanagement und Prozessoptimierung“. In einem ersten Beitrag steuert hierzu Frank Weinfurth einen Lösungsansatz für Herausforderungen in der Beratung von ERP-Einführungsprojekten insbesondere für KMU bei. Dieser Ansatz basiert primär auf der Idee die eigene, evolutorisch entwickelte Projektkompetenz und -effizienz auch den Kunden im Rahmen des gemeinsamen Projektes zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der begrenzten Ressourcenausstattung von kleinen und mittelständischen Unternehmungen halten diese nur wenig Know-how in Projektmanagement vor, weshalb solch ein integrierter Ansatz verschiedenste Vorteile zu realisieren vermag.

Mit dem konkreten Ausbau der Projektmanagement-Kompetenz innerhalb einer Consulting Unternehmung beschäftigt sich der zweite Beitrag von Gabriel Alain Fechir. Dabei werden aus einer fundierten, ganzheitlichen Analyse des Projektmanagements des Unternehmens konkrete Harmonisierungs- und Optimierungsansätze evaluiert und so auf eine Institutionalisierung des Projektmanagements hingearbeitet. Insbesondere bei umfangreichen Projekten lässt das Ergebnis Einsparungen und einen konkreten monetären Nutzen erwarten, wobei als mittelfristiges Ziel die Etablierung einer eigenständigen Disziplin des Projektmanagements innerhalb des Consulting Unternehmens genannt wird, was eine Weiterentwicklung des Projektmanagements per se als auch eine Weiterbildung der Projektmitarbeiter bedingt.

Eine Optimierung unterschiedlicher Sphären, Strukturen und Prozessen der Unternehmung ist immer auf Akkordanz mit strategischen Basisüberlegungen der des langfristigen Corporate Developments zu überprüfen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Band 12 mit den umfassenden Bereichen von „General Management und Strategie“. Dabei thematisiert in einem ersten Beitrag Daniel L. Rüedi die Zukunft des Produktes „Index X“ der in der Verlagsbranche tätigen Muster AG, eines Marktdienstleisters im baunahen Umfeld und rückt dabei die Optionen Re-Launch oder Marktaustritt in den Fokus. Es wird der Informationsservice „Index X“ näher analysiert und Impulse für dessen kundenorientierte Neupositionierung erarbeitet. Als Ergebnis stellt sich heraus, dass sich die Muster AG auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren sollte, welche Empfehlung in eine Produktpositionierung innerhalb eines SOLL Portfolios mündet die eine positive Marktreaktion erwarten lässt und auch in ein konkretes Vorgehenskonzept umgesetzt wird.

Thomas Grün beschäftigt sich im zweiten Artikel dieses Bandes mit dem St. Galler Konzept Integriertes Management und setzt diesen in den hoch aktuellen Kontext des mittlerweile häufig diskutierten und kritisierten Bank- und Sparkassenwesens. Sparkassen sind dabei aufgrund einer spezifischen Gesetzeslage als Anstalten öffentliches Rechts primär im Sinne eines Stakeholder-Ansatzes organisiert und aus normativer Perspektive eher pluralistisch und gesellschaftlich aufgestellt, was insbesondere aus dem Blickwinkel des St. Galler Gedankenguts interessante Erkenntnisse verspricht. So wird im Beitrag eine umfassende Anleitung für integriertes Management im Kontext des Finanzwesens skizziert.

Den Abschluss des Bandes bietet der englischsprachige Beitrag von Ingrid Schwaiger die sich mit Reorganisationsprozessen einer Organisation höherer Ebene – der Europäischen Kommission – beschäftigt und dabei vergangene Lessons Learned und zukünftige strategische Überlegungen thematisiert. Das St. Galler Konzept Integriertes Management wird hier mit speziellen Charakteristiker einer Institution auf Europäischer Ebene kombiniert. In Zuge dessen wird eine umfassende Perspektive eingenommen und verschiedenste Teilaspekte der Reorganisation wie bspw. Interne Kommunikation und die Rolle des Human Resources Management punktuell herausgegriffen. Im Zentrum steht im Generellen die Umsetzung von externen Veränderungen in interne Anpassungsprozesse.

Ganzheitliche oftmals auch nicht ganz perfekte Lösungen im Rahmen eines Konzepts integriertes Management sind demnach aktuell mehr denn je gefordert. Gerade heute bewegen sich durchschnittliche Manager nicht mehr leichten Schrittes über sonnendurchströmte Lichtungen und geniessen die Natur. Vielmehr gilt es trittsicher steile Pässe über neue und noch nicht erschlossene Pfade zu meistern, Schneefeldern und ungünstigen Wetterkapriolen zu trotzen und fallsweise das Klettergeschirr anzulegen. Festes Schuhwerk, Steigeisen, Seile und Karabiner bietet das Konzept Integriertes Management sowie die Reihe Meilensteine auf dem Weg zu einem integrierten Management, welche Texte und unveröffentliche Manuskripte des ehemaligen wissenschaftlichen Direktors der St. Galler Business School Prof. emer. Dr. Dres. h.c. Knut Bleicher sammelt.

Konkrete Handlungsempfehlungen, Adaptierungen und Anwendungen dieser Werkzeuge in der eigenen Praxis sind vorliegenden Bänden der Reihe „Ganzheitliches Management in der Praxis“ zu entnehmen. Mögen diese Beispiele zum Nachdenken und Reflektieren anregen, aufzeigen wie es in gewissen Branchen und Umfeldern funktionieren kann und die Kreativen und Mutigen dazu inspirieren neue Wege abseits der Trampelpfade zu suchen und zu finden.

Dr. Christian Abegglen
Gründungsdirektor und Verwaltungsratspräsident der St. Galler Business School

Combining Quality by Design with a Minimalism Approach to Improve the Value Chain and Profitability of the Pharmaceutical Industry
Das Marketinginstrument „Messe“ und Bedeutung einer effektiven Erfolgskontrolle
Entwicklung eines Programms zum Informationsschutz und seiner Implementierung für die Gesellschaften des Bayer-Konzerns in der Volksrepublik China