Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.

Unsere Ansprechpartner:

Ulrich von Bassewitz, Dr oec. HSG
Direktor Studiengänge

Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung

Strategische Planung & Controlling

Vorwort des Herausgebers

Die eben knapp überstandene globale Finanzkrise, deren Ursachen nach wie vor durch Stützprogramme von Regierungen in Schwindel erregender Milliardengrösse eher verdrängt als konstruktiv bewältigt werden, scheint für viele Wirtschaftsakteure bereits in weiter Ferne zu liegen. Entsprechend positionieren sich Unternehmen wieder in Richtung eines Wunder versprechenden Wachstumspfades und nutzen ganz geschickt die starken Winde aus Asien. Dies geschieht allerdings im Wissen, dass unsere Systeme durch die im Kern nach wie vor nicht bewältigte wirtschaftliche Gemengenlage rasch wieder kollabieren können. Schon allein wegen der Geschwindigkeit der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen sind in den kommenden Jahren Turbulenzen zu erwarten, die es durchaus mit der überwundenen Finanzkrise aufnehmen können. Es ist deshalb zwingend geboten, dass sich Unternehmen auf diese Bedrohungen schon heute vorbereiten und dauerhafte Stabilität anstreben.

Diese ist nur zu erreichen, wenn die Managementpraxis von einer Denk- und Handlungskompetenz hinsichtlich Unternehmensentwicklung geleitet wird, die synthetisches und analytisches Wissen zu kombinieren weiss. Zum einen sind synthetisch kreative Ideen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zum anderen sind diese dann im weiteren Verlauf analytisch auf den Prüfstand zu stellen und zu optimieren. Vor allem heisst dies aber auch, sich von Althergebrachtem zu trennen. Von der Unternehmensführung muss der Aufbau einer solchen ganzheitlichen Unternehmensentwicklungs-Kompetenz somit als vorrangiges Ziel anerkannt werden. Nur eine solche Kompetenz birgt das Erfolgspotenzial, aus dem die langfristige Sicherstellung der Lebensfähigkeit gespeist werden kann. Nur so kann sich eine Unternehmensführung auf den Eventualfall vorbereiten und auf schnelle Veränderungen gezielt und angemessen reagieren.

Vor dem Hintergrund dieser Thematik präsentieren wir Ihnen auch 2011 wiederum 3 Bände mit ausgesuchten praxisorientierten Diplomarbeiten, welche im Rahmen von Studiengängen der St. Galler Business School erarbeitet worden sind.

Im Verlauf Ihres Studiums haben sich die AbsolventenInnen der berufsbegleitenden Studiengänge intensiv mit Fragestellungen eines erfolgreichen ganzheitlichen integrierten Managements auseinandergesetzt. Grundlage ist das integrierte, system- und umsetzungsorientierte Konzept der St. Galler Management-Lehre. In diesem Konzept wird zwischen normativen, strategischen und operativen Dimensionen unterschieden, die im Hinblick auf notwendige Aktivitäten, Strukturen und Verhalten in Einklang zu bringen sind, um eine langfristige Lebensfähigkeit zu sichern. Deren Analyse und anschliessende bewusste Gestaltung bietet dem Management die Möglichkeit, präzise Aussagen zum Entwicklungsstand und zur zukünftigen Ausrichtung eines Unternehmens zu machen.

In aktuell sechs Sammelbänden (3 Bände im Jahr 2010, 3 Bände im Jahr 2011) werden zentrale Fragestellungen erfolgreichen integrierten Managements diskutiert und anhand von konkreten praktischen Unternehmensbeispielen illustriert. Damit soll der interessierten Leserschaft eine Plattform geboten werden, sich ausgehend vom bewährten St. Galler Management Ansatz mit aktuellen praxisnahen Fragestellungen aus der Wirtschaftspraxis auseinander zu setzen.

Um die aktuellen und zukünftigen Managementaufgaben erfolgreich zu erfüllen, ist es immer entscheidender, die ganzheitlichen Zusammenhänge und Wirkungsmechanismen in Unternehmen zu verstehen und mit dem betriebswirtschaftlichen Wissen und Steuerungsinstrumenten zu vernetzen.

Vorliegender Band 6 greift diese hochbrisante Thematik auf und befasst sich mit den Themen strategische Planung und Controlling. Der erste Beitrag leitet mit einer theorie-orientierten Betrachtung der Steuerungsgrößen EBIT und Cash Flow ein, um ein einheitliches Verständnis dieser beiden Steuerungsgrößen im unternehmerischen Alltag zu schaffen. Der Praxistransfer erfolgt am Beispiel der R&A AG – ein Musterunternehmen tätig in der Metallindustrie. Im zweiten Beitrag geht es um die analytische und konzeptionelle Betrachtung des Geschäftsrisikomanagements unter besonderer Berücksichtigung der Identifizierung von Geschäftsrisiken. Es werden in der Praxis anwendbare Modellansätze für das ganzheitliche Management von Geschäftsrisiken in Kreditinstituten vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise erörtert und diskutiert. Im Mittelpunkt des dritten Beitrags steht die Entwicklung eines Plan-ungs- und Controllingsystems zur Steuerung der Aktivitäten des Schweizerischen Versicherungsverbandes. Der Schwerpunkt des Beitrags liegt dabei auf der Planung als grundlegendes Steuerungsinstrument.

Dauerhafte Markterfolge eines Unternehmens sind immer auch Ergebnis eines professionellen Produktmanagements. Band 5 widmet sich mit zwei Beiträgen genau diesem Thema. Am Beispiel der mittelständischen Muster GmbH wird zunächst insbesondere der Prozess der Produktentwicklung, der zentraler Bestandteil des Muster-Produktmanagements ist, diskutiert. Über die Analyse und Bewertung der bestehenden Produktsegmente erfolgt die Darstellung des strategischen Prozesses für die Produktentwicklung in dieser Unternehmung. Im zweiten Beitrag wird die zukünftige Entwicklung im Medien- und Telekommunikationsmarkt durch den Einfluss der digitalen Informationstechnologien thematisiert. Anhand von Kennzahlen erfolgt die Darstellung des aktuellen Stands. Mittels Markterhebungen werden die zukünftige Entwicklung prognostiziert sowie Handlungsoptionen für die Marktteilnehmer aufgezeigt.

Band 4 setzt sich anhand von drei Beiträgen mit Möglichkeiten der ganzheitlichen Struktur- und Prozessgestaltung im Sales- und Marketingbereich auseinander. Der erste Beitrag greift dazu die Frage auf, wie zentral oder dezentral ein globales Key Account Management sein sollte und beleuchtet diese Thematik am Beispiel eines mittelständischen Automobil-Zulieferers. Es werden Handlungsempfehlungen sowie zentrale Erfolgsfaktoren abgeleitet, die bei der Restrukturierung eines Grossabnehmer-Vertriebes zu berücksichtigen sind. Der zweite Beitrag untersucht die Auswahl und Implementierung des idealen Verkaufsprozesses für den Groz-Beckert Konzern. Ableitend aus der Analyse des Ist-Zustandes im Kundenbeziehungsmanagement wird eine Soll-Konzeption basierend auf der Lean Management Theorie vorgestellt. Im letzten Beitrag erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den strategischen Herausforderungen bei der Implementierung eines integrierten Key Account Managements am Beispiel der Mettler-Toledo Process Analytics AG.

Wir hoffen, diese Praxisbeispiele geben Anstoss zum Nachdenken und helfen den Kreativen und Mutigen, neue Wege zu gehen, denn nur mit Innovation und Wachstum kann die Zukunft erfolgreich gestaltet werden.

Dr. Christian Abegglen
Gründungsdirektor und Verwaltungsratspräsident St. Galler Business School

Kritische Auseinandersetzung mit den Steuerungsgrößen EBIT und Cash Flow und deren Bedeutung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten
Grundlagen des Geschäftsrisiko-Managements in Kreditinstituten
Grobkonzept für ein Planungs- und Controllingsystem im Schweizerischen Versicherungsverband