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Unternehmerische Ökosysteme haben sich zu einem beliebten Konzept entwickelt, um das anhaltende Wachstum von innovativem Unternehmertum in Metropolen und Regionen zu erklären. Dieser Ansatz ist zwar erst in den letzten Jahren entstanden,jedoch ist er das Ergebnis aus vorangegangenen Forschungsfeldern wie der Cluster Theorie (Delgado, Porter, & Stern, 2010; Marshall, 1920; Porter, 1998; Porter, 2000), der Arbeit zu regionalen Innovations− Systemen (RIS) (Cooke, Uranga, & Etxebarria, 1997; Fritsch, 2001), der Wirtschaftsgeographie (Feldman, 2001; Malecki, 1997), der Netzwerktheorie (Sorenson & Stuart, 2001; Stuart & Sorenson, 2003) und Ansätzen zum Sozialkapital (Westlund & Bolton, 2003). So beobachtete Moore bereits 1993: „companies co−evolve capabilities around a new innovation: they work cooperatively and competitively to support new products, satisfy customer needs, and eventually incorporate the next round of innovations, and, analogous to a biological ecosystem (it) gradually moves from a random collection of elements to a more structured community“ (Moore, 1993, S. 76).
Regionale Ökosysteme sind ein Konglomerat aus lokalen und kulturellen Ansichten, sozialen Netzwerken, Investitionskapital, Universitäten und aktiver Wirtschaftspolitik, die im Zusammenspiel ein Umfeld schaffen, das innovationsorientierte Firmengründungen unterstützt. Die „Entrepreneurial Ecosystems“ haben dabei im letzten Jahrzehnt nicht nur im akademischen Umfeld Verbreitung gefunden (z.B. Ács et al., 2014; Feldman, Francis, & Bercovitz, 2005), sondern werden auch im politischen Kontext breit zitiert (z.B. Isenberg, 2010; Foster et al., 2013).
Tabelle 2 zeigt, dass sich der Begriff des unternehmerischen Ökosystems in wissenschaftlichen Publikationen, basierend auf der Suche in Scopus, nach der gesamten Bandbreite der Quellen (Zeitschriftenartikel, Buchkapitel, Tagungsbände) durchgesetzt hat. Das unternehmerische Ökosystem entstand erst in den 2000er Jahren, bestimmte aber die Publikationen seit 2016 (Malecki, 2018). Alternative Konzepte wie das RIS oder die Theorie zu Clustern werden weiterhin genutzt, bleiben aber weniger verbreitet, wie auch Alvedalen und Boschma (2017) zeigen.