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7.3 Implikationen und Ausblick

Der gewählte Erklärungsrahmen des Ökosystems ist aufgrund seiner Neuheit noch in einer Phase, in der sein theoretisches Grundgerüst geformt wird. Bisher waren die meisten Studien über den Kontext des Entrepreneurship qualitative Fallstudien, die reichhaltige Beschreibungen von Konstrukten und Elementen des unternehmerischen Ökosystems liefern, aber keine Informationen darüber bereitstellen, wie diese Ansätze miteinander und mit unternehmerischen Ergebnissen in Beziehung stehen. Neuere Studien verwenden einen quantitativen Ansatz, um empirisch zu messen, wie diese Elemente statistisch miteinander verknüpft sind (Stam & Van de Ven, 2019). Zudem legen Untersuchungen nahe, dass längere Betrachtungszeiträume erforderlich sind, um Veränderungen in unternehmerischen Ökosystemelementen zu verstehen. Für ein besseres Verständnis sollten zukünftige Forschungsbemühungen unternehmerische Ökosysteme über einen längeren Zeitraum (>6 Jahre) untersuchen. Auf diese Weise kann festgestellt werden, inwieweit sich Elemente eines Ökosystems im Laufe der Zeit entwickeln und verändern. Infolgedessen können ungleiche zeitliche Entwicklungen von Ökosystemelementen, die als Engpässe wirken und das aufkommende Unternehmertum in einer Region behindern, besser verstanden werden (Szerb & Ács, 2011; Stam & Van de Ven, 2019).

Bei der Erarbeitung eines Gesamtmodells, das auf die heterogene Natur des Unternehmenserfolges eingeht, müssen auch die Faktoren einfließen, die außerhalb des hier betrachteten Rahmens der Regionalität liegen. Dabei sollten individuelle Faktoren wie Führungsstil, Motivation und Kreativität genauso beachtet werden wie Erfolgsfaktoren auf Organisations− und Interaktionsebene. Diese umfassen beispielsweise Schutzverhalten für Innovationen, Internationalisierungsstrategien oder die Heterogenität des Umfeldes.