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Doch nicht nur allumfassende Überblicksmodelle sind notwendig, um die Entwicklung zu erklären. Ebenfalls sind Theorien innerhalb abgeschlossener Domänen (so genannte „limited domain theories“) notwendig, um Erfolgsfaktoren im Gründungsprozess besser zu verstehen. Der so gewählte Systemrahmen muss zudem der Dynamik Achtung schenken. Im Ökosystemansatz wird argumentiert, dass ein Entrepreneur ein Marktteilnehmer ist, der von vielen anderen Akteuren abhängig ist. Folglich muss ein einzelner Unternehmer strategische Entscheidungen darüber treffen, welche Arten von Eigenmitteln und institutionellen Funktionen er in Anspruch nehmen und auf welche Akteure er zur Erreichung seiner Interessen im aktuellen Gründungsstadium setzen wird.Es geht um die Suche des für das Start−up richtigen Gleichgewichts der im Ökosystem angebotenen Unterstützungsleistungen. Diese strategischen Entscheidungen machen deutlich, dass die Art und Weise, wie Unternehmer ihre Bemühungen einsetzen, variabel sind und dass die Grenzen und Interaktionsteilnehmer sich fließend gestalten sowie im Laufe der Zeit häufig ändern. Diese Transaktionen entwickeln sich im Laufe der Zeit nicht nur als Ergebnis des individuellen Start−up−Verhaltens, sondern auch aus der gegenseitigen Abhängigkeit und der Interdependenzen, die sich zwischen Ökosystem− Teilnehmern ansammeln. Für künftige Forschungsbemühungen sollten daher Start−ups mit ihren sich entfaltenden organisationalen Strukturen in den Fokus rücken, und ihren Entscheidungsfindungsprozessen innerhalb des Lebenszyklusses mehr Beachtung geschenkt werden.
Auch die genauen Auswirkungen des unternehmerischen Verhaltens auf das unternehmerische Umfeld und die daraus resultierenden Umstände, unter denen Rückkopplungen generiert werden, sollten stärker in den wissenschaftlichen Fokus rücken (Stam & Van de Ven, 2019). Darüber hinaus wurde kaum untersucht, wie sich die Determinanten des Ökosystems verändern, wenn der Erfolg nicht mehr rein finanziell, sondern als subjektives Erfolgsmaß oder als allgemeine Zielerreichung definiert wird. In dem Review wurde ein breites Spektrum an Leistungskennzahlen gefunden. Daher wird hier vorgeschlagen, zukünftig ein breites Spektrum an Leistungskennzahlen zu haben und mit verschiedenen Teilmengen von Leistungskennzahlen zu experimentieren.