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Die vorliegende Arbeit versteht sich als eine Annäherung an eine Konsolidierung des Forschungsfeldes unter den genannten Prämissen Regionalität und Gründungsprozess. Sie soll ein Fundament für konzeptionell theoretische Forschungsbemühungen der Erfolgsdeterminanten darstellen. Dennoch ist die Arbeit auch mit einigen Implikationen behaftet:
Zum einen die zu Beginn geschilderte Notwendigkeit eines klaren definitorischen Rahmens für die Begrifflichkeiten des Entrepreneurship. Obwohl durch die breite Verwendung leicht zugänglicher Datensätze – wie denen des Global Entrepreneurship Monitors und durch Review− Untersuchungen – Arbeitsdefinitionen einheitlicher werden, ist immer noch eine Heterogenität erkennbar. Durch ein potentiell verschobenes Verständnis angewendeter Definitionen werden Wissenschaftler Kausalitäten untersuchen, die eher zu Missverständnissen führen. Dieser Herausforderung kann mit klaren Definitionen begegnet werden.
Die Forschung im Bereich des Unternehmertums ist fragmentiert, divergent und reagiert nur langsam auf die Praxis. Allerdings gewinnt das Feld schnell an Legitimität, Größe, Interdisziplinarität und Identität (Zaheer, 2019). Da Entrepreneurship auf verschiedenen Disziplinen gründet, müssen künftige empirische Untersuchungen auf die Interdisziplinarität eingehen und Theorien aus anderen Fachgebieten auf ihre Nutzbarkeit für die Erfolgsfaktorenforschung untersuchen. Gerade treibende Kräfte wie Kreativität oder Motivation sind in einem regionalen Kontext nur schwer analysierbar. Diese Faktoren sind jedoch nicht nur in der Ideenphase relevant, sondern haben durchaus Anspruch über den gesamten Lebenszyklus des Start−ups hinaus, den Erfolg der Gründung zu beeinflussen. Jacobsen fasst zusammen: „Das angestrebte Ziel ist ein theoretisch fest fundiertes,umfassendes Rahmenmodell des unternehmerischen Erfolgs. Ob am Ende tatsächlich ein solches entstehen wird, ist zwar ungewiss. Aber auch hier ist der Weg möglicherweise ein Großteil des Ziels“ (Jacobsen, 2006, S. 232). Die Entstehung eines ganzheitlichen Ansatzes ist auf Grund der Komplexität zwar unwahrscheinlich, allerdings können Untersuchungen einzelner Kausalitäten durchaus gelingen und zum Verständnis beitragen.