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3.2.1 Potential und Leistungsfähigkeit der Softwarelösungen

Während die Softwarelösungen für Unternehmensreporting- und Planung im Kern funktional weitestgehend ausgereift sind und relativ wenige neue Funktionen bieten, befinden sich die KI-Lösungen noch in einer frühen Phase des Produktlebenszyklus. Doch auch erstere profitieren von der Integration mit Machine Learning oder Natural Language Processing Algorithmen.

So lassen sich zum Beispiel bereits erstellte Berichte über intelligente Such-Algorithmen von Endanwendern leichter finden oder sogar über die Eingabe von Fragestellungen automatisch erstellen. Auf diese Weise ist moderne Business Intelligence Software in der Lage nach Eingabe der Frage „Wieviel Umsatz haben wir im 1. Quartal 2021 mit Produkt A und Produkt B gemacht?“ direkt mit einem Bericht oder einer grafischen Darstellung zu beantworten und auf einem Dashboard zu visualisieren. Auch in der Unternehmensplanung profitieren moderne Lösungen von der KI-gestützten automatischen Zuordnung von Kosten zu Kostenstellen oder Umsätzen zu Zeitperioden.

Durch die Verkürzung der Update Zyklen in der Software Entwicklung, die durch die Bereitstellung der Lösung als Cloud Dienst begünstigt wird, sind die Hersteller heute in der Lage neue Funktionen bereits alle 4-6 Wochen bereitzustellen, während früher Neuerungen nur alle 6-12 Monate in neuen Releases verfügbar gemacht wurden.

Die Weiterentwicklung und Verbreitung von KI innerhalb von Softwareanwendungen schreitet daher im Zeitalter der Cloud deutlich schneller voran als in der Ära der festen Release Zyklen der On-Premise Software. Dies bring vor allem für große Firmen nicht nur Vorteile mit sich. Oftmals sind diese nicht in der Lage die aktuellen Versionen der Software oder Cloud Dienste einzusetzen, da die Schnittstellen in der Unternehmenslandschaft nicht schnell genug angepasst werden können oder Sicherheitstests nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Kurz gesagt erhöht sich damit der Upgrade Aufwand für die IT-Abteilungen deutlich, so dass hier nach einer Kosten-Nutzen Abwägung oftmals auf neue Features verzichtet werden muss.

Dies führte dazu das große Software Hersteller wie SAP, Microsoft, IBM oder Oracle gezwungen waren sogenannte Long Term Support Releases für ihre Kunden bereitzustellen. In vielen Fällen war es sogar notwendig einen kostenpflichtigen End of Release Support anzubieten, durch den die Software nach Ende ihres Lebenszyklus noch wichtige Fehlerbehebungen erhält, da die Kunden mit der Migration nicht nachkommen.