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Gerade weil der Markt für Data Science und Artificial Intelligence Lösungen aufgrund der Anbietervielfalt wie auch von Gartner beschrieben immer unübersichtlicher wird, liegt in der Entwicklung von Plattformen eine große Marktchance. Anbieter wie IBM oder auch SAP, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Akquisitionen von Spezialanbietern im Umfeld Data Analytics getätigt haben können vom Bundeling und der Integration der Produkte auf einer Plattform profitieren. Solchen Anbietern fiel es schwer die Schnittstellen zwischen den verschiedenen vormals eigenständigen Produkten in Lösungen zur integrieren.
Im Falle IBM lässt sich zu Beispiel beobachten, dass die Integration zwischen der Reporting Software Cognos und der Planungs-Software Applix TM1 nach der Übernahme über mehr als 5 Jahre aus Sicht der Kunden nur wenig zufriedenstellende Ergebnisse lieferte. Außer technischen Hürden, die ein besseres Zusammenspiel der Produkte verhindern, sind es sehr oft die verschiedenen Unternehmenskulturen die sich hier als nicht kompatibel erweisen oder der interne Streit über die Vorherrschaft zwischen Entwickler- Produktmanagement Teams und dem Senior Management, die die Entwicklung einer gemeinsamen Lösung behindern. Häufig kam es nach zahlreichen Akquisitionen von Wettbewerbern zu Überschneidungen im Produktportfolio, die auf die Kunden in ihrer Kaufentscheidung verunsicherten. Dabei war es aus Kundensicht ein Risiko auf ein Produkt zu setzen, das nach der Übernahme des Anbieters, vielleicht zu Gunsten eines anderen Produktes im Portfolio eingestellt wurde und dadurch das Investment in Gefahr war und hohe Migrationsaufwände drohten. Ähnliches ließ sich auch bei der Übernahme des Reporting Anbieters Business Objects durch SAP oder der Übernahme des Planungssoftware Anbieters Hyperion durch den Software-Riesen Oracle beobachten.
Meist hilft es hier eher eine komplett neue Lösung auf einer neuen Code-Basis zu entwickeln anstatt zu versuchen die Lösungen aufeinander anzupassen. Anbieter wie SAP sind zum Beispiel mit der SAP Analytics Cloud diesen Weg gegangen und haben damit gleich zwei Probleme gelöst: sie haben keine Integrationsprobleme und eine Lösung die bereits direkt für den Betrieb in der Cloud konzipiert ist („Cloud Native“) und somit von Anfang an diese Plattform effizient nutzen kann. Ein solcher Weg der Neuentwicklung ist natürlich kostenintensiv und auch politisch nicht einfach durchsetzbar. Hinzu kommt das auch die Kunden nicht von Anfang an auf Cloud Lösungen gesetzt haben und so die klassischen Produkte noch parallel weiterentwickelt bzw. gewartet werden müssen.