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Spigel, der ein Ökosystem in zehn verschiedene Attribute (in den Kategorien Sozial, Materiell und Kulturell) aufgliedert, soll als Rahmenkonzept für die vorliegende Forschungsarbeit dienen (Spigel, 2017). Sein Modell belegte er mit Fallstudien aus Waterloo, Ontario, Calgary, Alberta und Kanada und fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen (Spigel, 2017).
Die drei Bereiche (materielle, soziale und kulturelle Attribute) bauen aufeinander auf, wobei kulturelle Aspekte die Basis des gesamten Ökosystems bilden. Daraus entstehen soziale Werte und aus diesen wiederum die materiellen Attribute. Die Eigenschaften eines Ökosystems existieren nicht isoliert, sondern entwickeln sich im Zusammenspiel und helfen, sich gegenseitig zu beeinflussen und zu reproduzieren. So unterstützen respektive verstärken die Ebenen des Ökosystems einander. Liñán et al. (2011) argumentieren exemplarisch, dass der zugrunde liegende Glaube einer Gemeinschaft an den höheren sozialen Status des Entrepreneurship verschiedene Unternehmer motiviert, die geschäftlichen Bemühungen anderer zu unterstützen. Durch die Normalisierung und Legitimierung der Unterstützung für Entrepreneure innerhalb der größeren Gemeinschaft schaffen die kulturellen Attribute eines Ökosystems einen Kontext, in dem unterstützende soziale Attribute entstehen können. Dies trägt zur Bildung dichterer Netzwerke zwischen Universitäten, beflissenen Arbeitern, Investoren und Beratern bei, was den Zugang zu materiellen Ressourcen erleichtert. Abbildung 1 fasst diese Wirkungsmechanismen zusammen.
Laut Spigel (2017) sind die Beziehungen zwischen den Attributen eines Ökosystems keine einfache Hierarchie von niedrigeren und höheren Elementen. Vielmehr deutet das Modell darauf hin, dass unternehmerische Ökosysteme infinite Konfigurationen haben können und das
Vorhandensein mehrerer sich überschneidender Attribute und Institutionen einen Standard darstellt.
Diese Elementverbindungen fördern unternehmerische Aktivitäten und stellen kritische Ressourcen bereit. Die Attribute eines Ökosystems werden durch ihre Beziehungen zu anderen Merkmalen erhalten und reproduziert. Spigel argumentiert, dass in Ökosystemen mit dichten Beziehungen zwischen den einzelnen Komponenten diese Reproduktion durch das Zusammenspiel zwischen Unternehmenskultur, Netzwerken, Arbeitnehmern und Investoren sowie wirksamen öffentlichen Programmen und Regierung erfolgt (Spigel, 2017).