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Investitionen in Technologie im Baugewerbe (als Prozentsatz des Nettogewinns) betrugen für viele Jahre nur ein Drittel des Betrages, der Investitionen des verarbeitenden Gewerbes. Dies kann als eine Ursache für die geringe Produktivitätssteigerung dienen.
Als Voraussetzung für Produktivitätsverbesserungen wird die Vereinfachung des Designs und eine Standardisierung erachtet. Durch den verstärkten Einsatz von Off-Site- und Modulbauweise könnten Projekte beispielsweise von mehreren Vorteilen profitieren. Darunter beschleunigte Entwurfszyklen, die höhere Produktivität, die mit industrialisierten Fertigungstechniken in der Fabrik verbunden ist, Automatisierung und weniger Zeitaufwand vor Ort.[1]
Ein intelligenteres Ausführungsmanagement, das durch digitale Technologien und Analysetechniken ermöglicht wird, sowie intelligente Simulationssoftware und Datenerfassung in Echtzeit könnten zu einer effizienteren Projektabwicklung führen. BIM (Building Information Modeling) ist hier die führende Plattform bzw. Prozess, um Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg zu etablieren. Im BIM Kontext wird außerdem eine zentrale Datenbasis gebildet um durch digital integrierte Technologien wie computergestütztes Design (CAD) oder Maschinensteuerungssysteme (MES) die notwendigen Effizienzsteigerungen zu ermöglichen. Über diese Systeme können Prozesse auf den Baustellen mittels autonomer und teilautonomer Maschinen automatisiert ausgeführt und aus der Ferne überwacht werden.[2] Auch das Drucken von ganzen Gebäuden mittels 3D-Betondruckern ist bereits erprobt und hat das Potential die Baugeschwindigkeit, sowie die manuelle Arbeit zu reduzieren.
Während Gebäude aus nachhaltigen und recyclingfähigen Rohstoffen so modular und autonom wie möglich gefertigt werden müssen, bedarf es Maschinen & Prozesse die durch regenerative Energiequellen betrieben werden und vollständig mit dem Gebäudemodell und ihrer Umwelt vernetzt sind. Der Bedarf an elektrischer Energie auf Baustellen erfordert eine Netz- und Ladeinfrastruktur. Um dieses Ökosystem effektiv zu vernetzen und die Mehrwerte der Digitalisierung zu nutzen braucht es definierte Schnittstellen in kooperativen Modellen, um spezialisierte Softwareanwendungen in ein holistisches BIM Modell zu harmonisieren.[3]
[1] Vgl. (McKinsey & Company 2020), S. 6 ff.
[2] Vgl. (Roland Berger 2017), S.5 ff.
[3] Vgl. (Boston Consulting Group 2021), S. 54