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3.1 Der Bauprozess der Zukunft

Gerade in Zeiten der Transformation müssen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette überprüfen, auf welches zukunftsfähige Geschäftsmodell sie ihren strategischen Fokus richten.[1]

[2]Der Bauprozess ist heute stark projektbezogen und von Grund auf nach einzigartigen Kundenvorgaben geplant und entwickelt. Dabei sind die Wertschöpfungskette, sowie deren Akteure lokal und stark fragmentiert. Dies führt zu einer Vielzahl an Schnittstellen, manuellen Eingriffen und den nur begrenzten Einsatz von durchgängig digitalisierten Tools und Prozessen. Das Bau-Ökosystem der Zukunft dagegen wird ein stark standardisierter und integrierter Herstellungsprozess sein. Im Sinne einer Plattform wird der Bauprozess zunehmend produktbasiert. Kunden können komplette Designs, oder spezifische Segmente und Module, die bereits einwickelt sind, aus einem Baukasten auswählen. Diese Modularisierung resultiert in einer Begünstigung der Vorfertigung und eine damit einhergehende Verlagerung von der Baustelle in die Fabrikhalle. Die Wertschöpfungskette wird stärker konsolidiert, sodass Unternehmen sowohl vertikal als auch horizontal Leistungsmerkmale integrieren, die eine Produktivitätssteigerung ermöglichen. Die Bauausführung konzentriert sich auf möglichst schlanke und automatisierte Montageprozesse. 3D Druck kann hierbei als integrativer Bestandteil des Produktionssystems gesehen werden. Der zunehmende Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz (KI), wird neben der generellen Effizienzsteigerung, die Lücke an verfügbaren Fachkräften schließen müssen. Dabei spielt die digitale Vernetzung von der Planung, über das Projektcontrolling, der Qualitätsüberwachung, der Bauausführungsprozesse und der späteren Nutzung eine Schlüsselrolle. Die dadurch entstehende Transparenz über alle Gewerke und Prozessschritte hinweg, ermöglicht eine lückenlose Dokumentation und schrittweise Optimierung, um die notwendigen Produktivitätszuwächse messbar zu machen.

[1]Das World Economic Forum hat eine Vision für die Bauindustrie in Abbildung 7, in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group, als Zukunftsbild illustriert. Durch Nutzung von Building Information Modeling (BIM), Vorfertigung, drahtloser Sensorik, automatisierten & robotergestützten Anlagen, sowie 3D-Druck entsteht ein Bau-Ökosystem, mit dem Potential die Wertschöpfung jährlich um bis zu 1,6 Billionen Dollar zu steigern. Um dieses Potential zu realisieren wurden sechs wesentliche Wege identifiziert:

  • „Building a virtual world“ - Softwaresysteme und autonome Baumaschinen ersetzen große Teile der manuellen Arbeit in der gesamten Wertschöpfungskette
  • „Factories run the world“ – Bauarbeiten werden wo möglich in Fabriken verlagert, um die Produktivitätspotentiale automatisierter Fertigungsverfahren und Vorfertigung zu nutzen
  • „A green reboot“ – Realisierung der Umweltvorschriften durch nachhaltige Technologien und neue Materialien
  • „Attract new talent & built up skills“ – Jedes Zukunftsszenario erfordert ganz andere Fähigkeiten als die heutigen Arbeitskräfte besitzen
  • „Integrate & collaborate“ - nahtloser Datenfluss und integrierte Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bauindustrie hinweg
  • „Adopt advanced technologies at scale“ – Steigerung der Produktivität durch Einführung neuer Technologien in kritischem Umfang

[1] Vgl. (McKinsey Global Institute 2017), S.7; (World Economic Forum 2018)

[1] Vgl. (McKinsey & Company 2020), S.12

[2] Vgl. (Boston Consulting Group 2021), S.5 ff.; (McKinsey & Company 2020), S.14 ff.; (Deloitte 2021), S.20 ff.