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2.5 Ökologisch-geografische Einflussfaktoren

Die Dekarbonisierung der Bauindustrie, die Bekämpfung des Klimawandel und die Folgen wie Starkregen, Hagel und Gewitter werden die Baubranche nachhaltig verändern. Durch präventive Maßnahmen und die Beseitigung von Schäden werden in den nächsten Jahren zusätzliche Wachstumsimpulse erwartet.[1] Laut einer McKinsey Studie entfallen etwa 50% der notwendigen Investitionsausgaben, um Klimaneutralität zu erreichen auf Infrastrukturprojekte. Dies betrifft neben dem Energie- und Verkehrssektor besonders den Gebäudesektor. Eigentümer, Betreiber und Investoren befinden sich in einer einzigartigen Verantwortung diese Transformation zu treiben.[2] Der Betrieb von Gebäuden durch grüne Energie und eine verbesserte Dämmung sind Grundvoraussetzungen um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Weiter muss bei der Errichtung von Infrastruktur der Einsatz von elektrifizierten Maschinen und die Effizienz vorangetrieben werden, um unnötige Emissionen zu vermeiden. Technologielösungen durch neue Materialien und Werkstoffe, wie Carbon verstärkter Beton, oder die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff eröffnen Möglichkeiten die CO2Bilanz eines Gebäudes um ein Vielfaches zu senken.[3]

Nachhaltigkeit wird, wie durch die ESG-Kriterien eingeführt, in vielfältigen Faktoren bemessen. Bei einem Gebäude das Jahrzehnte in Nutzung ist, muss das Ressourcenmanagement in den Vordergrund gestellt werden. Die Verwendung hochwertiger Rohstoffe ist dann ökologisch wie ökonomisch, wenn auch die Wiederverwendbarkeit bereits bei der Bauplanung berücksichtigt wird. Ein effektives Ressourcenmanagement verspricht nachhaltigere Bauprojekte, effizientere Wärmedämmung und weniger Müll durch die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft. Wie die Ergebnisse der Umfrage in Abbildung 5 zeigen stehen beim Thema Nachhaltigkeit aber die sozialen Themen an erster Stelle. Die Arbeitsbedingungen und Sicherheit im Baustellenumfeld zu verbessern und beim Einzug der Digitalisierung in der Bauindustrie den Datenschutz sicherzustellen, werden von den Befragten als Priorität eingestuft.

[1] Vgl. (PwC Deutschland 2016)

[2] Vgl. (McKinsey & Company 2022)

[3] Vgl. (Boston Consulting Group 2021), S.44 ff.