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3 Charakteristika der Bauindustrie im Wandel

Die Zukunft der Industrie ist durch Unsicherheiten und Ambivalenz schwer vorhersehbar. Folglich ist es für Unternehmen existenziell, sich kontinuierlich und möglichst schnell an Veränderungen anzupassen, um nicht von existierenden und neuen Wettbewerbern, sowie ganzen Konkurrenz-Ökosystemen überholt zu werden.[1]Besonders in der Bau- und Baumaschinenindustrie, die wie zuvor ausgeführt sehr konservativ und innovationsschwach einzustufen sind, erfolgt die Differenzierung des Wertangebots meist in klassischer Form, dem physischen Produkt und dem Servicegrad. Die Bedeutung des Geschäftsmodells oder digitaler Services werden vernachlässigt.[2] Im bestehenden Geschäftsmodell ist die Attraktivität der Branche nicht ausreichend, um externe Investoren zu begeistern, sowie die notwendige Transformation und das Wachstum der Unternehmen zu finanzieren. Dabei werden Investitionen in Digitalisierung und Technologie als Treiber fungieren, um den notwendigen Wandel herbeizuführen. Die großen und führenden Bauunternehmen werden den Wandel über deren Investitionskraft anführen, mit dem Ziel die Gesamtrentabilität des Geschäftsmodells zu steigern.[3]

Wie in Kapitel 2 aufgezeigt, bietet das Umfeld in dem sich Unternehmen der Bau- und Baumaschinenindustrie in Zukunft behaupten müssen ein hohes Maß an transformativen Entwicklungen. Das sich verändernde Marktumfeld, der technologische Fortschritt und disruptive neue Marktteilnehmer werden die Transformation der Branche auslösen.[4] Durch eine Vielzahl an sich ändernden Faktoren wird diese vorangetrieben und Arbeitsweisen verändern. Um das Potential der genannten Technologien und Trends effektiv zu nutzen und die Innovationsschwäche der Branche zu überwinden, ist besonders ein kultureller Wandel notwendig. Der Mensch steht als Hürde im Mittelpunkt der Digitalisierung und Transformation. Investoren und Bauherren bzw. Instanzen mit dem höchsten Einfluss müssen die Grundlagen für innovatives Arbeiten schaffen. Dabei wird die Kooperationsfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg eingestuft. Erst durch die Bereitschaft Wissen über Unternehmensgrenzen hinweg zu teilen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten kann die in vielen Fällen bereits ausgereifte Technik effektiv zum Einsatz kommen.[5]

Abbildung 6 - Veränderte Anforderungen treiben den Wandel und die Arbeitsweisen der Branche[1]

Die Illustration in Abbildung 6 skizziert das Zukunftsbild der Bauindustrie. McKinsey fasst die verbundenen Chancen und Herausforderungen der Branchenteilnehmer wie folgt zusammen. „In the coming years, fundamental change is likely to be catalyzed by changes in market characteristics, such as scarcity of skilled labor, persistent cost pressure from infrastructure and affordable housing, stricter regulations on work-site sustainability and safety, and evolving sophistication and needs of customers and owners. Emerging disruptions, including industrialization and new materials, the digitalization of products and processes, and new entrants, will shape future dynamics in the industry.”[2]

[1] Vgl. (McKinsey & Company 2020), S. 29

[2] Vgl. (McKinsey & Company 2020), S.9

[1] Vgl. (Zhang, Fong und Agyemang 2021), S.21 f.

[2] Vgl. (Gassmann, Frankenberger und Choudury 2021), S.4 ff. (Theobald 2018)

[3] Vgl. (Deloitte 2021), S.21

[4] Vgl. (McKinsey & Company 2020), S.28 ff.

[5] Vgl. (Boston Consulting Group 2021), S.3