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4.3 Zertifizierungen

Es gibt mehrere Zertifizierungen und Standards, die mit dem Megatrend Zero Waste und Circular Economy in Verbindung stehen. Diese Zertifizierungen und Standards sollen Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen dabei helfen, ihre Abfälle und Umweltauswirkungen zu messen und zu reduzieren sowie einen nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen, sowie das Bewusstsein hierfür zu fördern.

Als bekannte Zertifizierungen außerhalb der Kunststoffbranche sind z.B. FSC® (Holz- und Papierindustrie), LEED und DGNB (Bauindustrie), Fair Trade® (Lebensmittel), Öko-Tex® (Textil), GreenSign® (Hotel), Blauer Engel und Europäische Umweltzeichen (Produkte Dienstleistungen) bekannt. International widmet sich das Global Ecolabelling Network (GEN) dem Austausch und der Koordination nationaler Aktivitäten bezüglich Nachhaltigkeitsthemen und -zertifizierungen.

Ob eine oder mehrere der nachstehenden Zertifizierungen für das eigene Unternehmen sinnvoll sind, hängt von vielen Faktoren ab. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Nachhaltigkeits-Zertifizierungen, ähnlich wie die ISO 14001 Umweltmanagement im Zuliefermarkt Automobil, in den nächsten Jahren normative Eintrittshürden in Märkte darstellen werden. Von daher sollte sich jedes Unternehmen aktiv mit diesem Thema beschäftigen. Einige Beispiele von Zertifizierungen sind:

Zero Waste-Zertifizierung

  • Diese von der Zero Waste International Alliance (ZWIA) angebotene Zertifizierung wird an Unternehmen und Organisationen vergeben, die mindestens 90…95% der relativen Gesamtabfallmenge vermeiden, wiederverwenden, recyceln, kompostieren oder vergären.

In Deutschland bescheinigt sowohl der TÜV Süd als auch die DEKRA die Zero Waste-Zertifizierung nach DIN SPEC 91436 (Norm: DIN SPEC 91436, 2021).

Cradle to Cradle (C2C)-Zertifizierung

  • Diese vom Cradle to Cradle Products Innovation Institute angebotene Zertifizierung bewertet Produkte auf der Grundlage ihrer ökologischen und sozialen Auswirkungen während ihres gesamten Lebenszyklus, vom Design bis zur Entsorgung. 

Benefit Corporation (B Corp) Zertifizierung

  • Diese vom B Lab angebotene internationale Zertifizierung bewertet Unternehmen auf der Grundlage ihrer sozialen und ökologischen Auswirkungen, einschließlich Abfallreduzierung und Nachhaltigkeitsthemen. Unternehmen mit diesem Zertifikat verpflichten sich die Bedürfnisse aller Interessensgruppen (Stakeholder) aktiv zu berücksichtigen. Es gilt daher nicht primär der Ansatz der Gewinnmaximierung, sondern die Verantwortung des Unternehmens für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen.

Red-Cert Zertifizierung / ISCC (International Sustainability and Carbon Certification)

  • Diese Zertifizierungen wurden im Jahr 2010 durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zugelassen. Beide Zertifizierungen gewährleisten einen Beitrag zur CO2-Einsparung, in dem nachwachsende Rohstoffe in der Herstellung von Rohstoffen verwendet werden. Als Beispiel kann hier ein Produkt der Firma BASF dienen: BASF bietet im Produktportfolio massebilanzierte EPS-Rohstoffe im Einklang mit der Red-Cert Zertifizierung an (z.B. P426 M). Hierbei wird fossiles Naphtha (Ausgangsrohstoff zur Herstellung von Styrol) durch Naphtha aus nachwachsenden Rohstoffquellen ersetzt und somit CO2 bei der Herstellung von Styrol eingespart.

Darüber hinaus zielen die Zertifizierungen ISO 14001 Umweltmanagement und ISO 51001 Energiemanagement auf die Vermeidung von Umweltbeeinträchtigungen und Energieverschwendung ab.

Diese Zertifizierungen und Standards können Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen einen Rahmen bieten, um ihre Aktivitäten zur Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit zu messen und zu verbessern und ihr Engagement für eine nachhaltigere Zukunft aufzuzeigen.