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Die Integration des Nachhaltigkeitsgedanken in die Unternehmenskultur ist eine komplexe Aufgabe, da mit diesem Change die DNA des Unternehmens verändert wird. Es sind alle Unternehmenseinheiten betroffen.
Als Analogie kann hier das (heute selbstverständliche) Kostenbewusstsein dienen. In jeder Organisationsebene sollte ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein vorhanden sein, um optimal mit den finanziellen Ressourcen zu wirtschaften. Im operativen Tagesgeschäft haben sich hierfür Kennzahlen wie z.B. ROI, ROS, etc. durchgesetzt. Jede Ausgabe wird im Vorfeld auf Wirtschaftlichkeit geprüft. Diese Selbstverständlichkeit der Kostenbetrachtung sollte auch bei dem Thema der Nachhaltigkeit in die Entscheidungsfindung Einzug halten.
Jede Entscheidung ist im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu bewertet. Bei dieser Bewertung können die vorgestellten Zertifizierungsen bzw. deren Anforderungen und Kennzahlen unterstützen. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen definieren, dass die CO2-Bilanz von Investitionen größer 500T€ bewertet und bei dem Vergleich von Alternativen berücksichtigt werden muss. Die Ausgestaltung dieser Entscheidungsmatrix ist individuell und muss von jedem Unternehmen selbst definiert werden.
In Bezug auf Bild 5 sind primär die Punkte 1, 2 und 4 des normativen Managements und Punkt 10 des strategischen Managements, sowie Punkt 33 des operativen Managements betroffen. Um die Unternehmenskultur nachhaltig zu verändern, müssen 1. Vision, Mission und Zweck an das Ziel der Nachhaltigkeit angepasst werden. Des Weiteren müssen die 4. Werte und Ethikvorgaben um den Punkt Nachhaltigkeit angepasst werden. Darüber hinaus ist aktiv bei Beförderung und Einstellung von Mitarbeitern darauf zu achten, dass diese den Nachhaltigkeitsgedanken mitbringen und leben. Hierdurch kann die 2. Unternehmenskultur langfristig aktiv beeinflusst werden.
Auf Seiten der Strategischen Führung sind die Themengebiete 10. Organisationsstrukturen und 12. Fähigkeiten hauptsächlich betroffen. Zur Manifestierung des Themas Nachhaltigkeit und CO2-Bilanz hilft eine zusätzliche Organisationseinheit (z.B. Stabsstelle) auf Corporate-Ebene. Diese Stelle zeigt nach innen und außen die Wichtigkeit des Themas Nachhaltigkeit. Zusätzlich sind die Mitarbeiter durch Trainings und Coachings in diesem Thema zu befähigen.
In der operativen Führung sind die 33. (Entscheidungs-)Prozesse anzupassen, um das Thema Nachhaltigkeit in das tägliche Arbeiten zu integrieren. Auch das 36. Führungsverhalten ist an dem Nachhaltigkeitsprinzip auszurichten. Dadurch werden die Mitarbeiter jeder Organisationsebene angehalten dem Thema Nachhaltigkeit außerordentliche Bedeutung zu widmen.
Das Etablieren des Nachhaltigkeitsgedanken ist ein unternehmensweiter Wandeln. Daher muss dieser Change auf Topmanagement gewollt sein und alle Stake- und ggf. Shareholder einbezogen werden. Solch ein Projekt muss professionell geleitet und gemanagt werden. Da es sich um einen Wandel auf normativer Ebene handelt, kann ein Zeithorizont von mindestens 5-10 Jahren angenommen werden.