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6.3 Nutzung und Förderung der Kreislaufwirtschaft

Sind EPS-Verpackungen im Umlauf, werden diese im Normalfall dem gelben Sack zugeführt und thermisch verwertet. Jedoch kann Styropor bzw. EPS zu 100% recycelt werden. Daher sollte ein kunststoffverarbeitender Betrieb sich mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen. Nachfolgend wird der Schwerpunkt der Betrachtung auf das Einsammeln und Recyceln der EPS-Verpackung gelegt.

Einsammeln von Einwegverpackung
Zunächst müssen die Styroporverpackungen eingesammelt werden. In Deutschland hat sich das duale System etabliert. In Privathaushalten überwiegt der gelbe Sack oder die gelbe Tonne. Es handelt sich hierbei um einen etablierten Markt mit Preisdruck (Preismarkt, Red Ocean), weshalb aus strategischer Sicht eine Kooperation mit Verwertern z.B. Remondis am sinnvollsten erscheint.

Die Anforderung an den Verwerter ist das Sammeln und Reinigen des EPS-Mülls. Im Anschluss muss dieses Material zum Ort des Recyclings transportiert werden. Hierbei hilft das Verpressen des Mülls, um eine möglichst hohe Raumdichte zu transportieren.

Recyceln
Ein echtes Recycling findet auf chemischer Basis statt. Die Molekülketten der eingesammelten EPS-Verpackungen werden aufgebrochen und das Polystyrol wird chemisch gelöst. Hierfür sind kostenintensive Anlagen und chemisches Know-how erforderlich. Da es sich um kein handelsübliches Verfahren handelt, muss zunächst in eigene Forschung und in das notwendige Personal investiert werden.

Dementsprechend werden hauptsächlich die Themengebiete 9. Geschäftsfeld-Gliederung, 10. Organisationsstrukturen, 12 Fähigkeiten und 33. Prozesse beeinträchtigt. Das Thema des Recyclings ist unabhängig vom Kerngeschäft der Fertigung von Produkten und es ist zu überlegen eine eigene Geschäftseinheit zu gründen. Dies fördert Transparenz, Kostenkontrolle und etabliert klare Verantwortlichkeiten. Des Weiteren muss entschieden werden, ob der Zweck ein internes Geschäftsmodell ist oder das recycelte Material am Markt angeboten wird.

Am Markt befindliche Lösungen sind bislang nur Insellösungen einiger Firmen. Es gibt noch keine übergeordnete Organisation und Kooperation im Bereich der Kreislaufwirtschaft, welche für die Marktteilnehmer im EPS-Markt nutzbar sind.

Zum Beispiel bietet die Firma Storopack 100% rEPS (recyceltes EPS) standardmäßig im Materialportfolio an. Das Recycling findet nur in den eigenen Werken statt und die Wertschöpfungskette ist somit komplett in Firmenhand. Bislang wird nur EPS-Abfall aus den eigenen Produktionswerken zur Herstellung von rEPS verwendet. Der EPS-Abfall wird über handelsübliche Shredder zerkleinert, gepresst und zum eigenen Recyclingbetrieb transportiert. Aufgrund der ausschließlichen Verwendung des eigenen EPS-Abfalls sind die zur Verfügung stehenden Mengen begrenzt.

2023 wurde in einem Pilotprojekt nachgewiesen, dass Recycling mit EPS-Abfall aus dem gelben Sack funktioniert (Storopack, 2023). Als nächster Schritt steht die Skalierung und Industrialisierung dieser Recyclingvariante an. Des Weiteren müssen Kooperationen mit Verwertern aufgebaut werden, dass der EPS-Müll getrennt und (anstatt thermisch verwertet) – dem Recyclingkreislauf zugeführt wird.