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Die in der Grafik dargestellten Volumenanteile bei der Herstellung von 1 m3 Fertigbeton verdeutlichen die Gewichtung und technologische Bedeutung des Rohstoffs Zuschlag.

Abbildung 2: Volumenverteilung der Einsatzstoffe bei der Herstellung von Transportbeton6
Zuschlag ist somit nicht nur der größte Anteil im Beton, sondern auch die Größte Her- ausforderung bei der Materialbeschaffung im Produktionsprozess der Transportbeton- werke. Durch die Zusammensetzung einzelner Fraktionen bzw. Korngrößen wird im Fest- beton die Packungsdichte erreicht
Die betontechnologische Zusammensetzung einer Referenzsorte C20/257 verdeutlicht den Mengenbedarf an natürlichen Zuschlagsstoffen:
Abbildung 3: Referenzsorte C20/25
Abhängig von der Beschaffenheit (Schüttdichte) des lokal vorhandenen oder verfügbaren Rohstoffvorkommen (im Referenzfall Rheinsand-/kies aus der Kölner Bucht) werden zur Herstellung von 1 m3 Transportbeton rund 1,85 Tonnen Zuschlagstoffmaterial benötigt.
Berücksichtigt man die o.a. Gesamtbedarfsmengen an Transportbeton aus 2018 (BTB Verband, Jahresabschluss 2019) in Höhe von 52,7 Mio.m3 ergibt sich ein Bedarf an Zu- schlagsstoffen in Deutschland von ca. 97,5 Mio.Tonnen an Sand und Körnung8. Hierbei liegt das Verhältnis Sand zu Körnung durchschnittlich in etwa bei 38/62, somit ergibt sich ein Gesamtbedarf von ca. 58,5 Mio.Tonnen an Körnung.
Aus dem Zuschlag kommen auch weitere Eigenschaften, welche sich im Beton stark aus- wirken. So ist die Kornform für die Affinität zum Zementsein (Gerüst) entscheidend, die Feinheit des Sandkomponente wirkt sich auf den Wasseranspruch negativ aus und somit auf Festigkeit oder Zementbedarf, was wiederrum zu wirtschaftlichen Effekten in der Produktbeurteilung führt. Nicht zu vergessen hängt die Farbe bzw. Sichtbetonqualität hauptsächlich vom eingesetzten Zuschlag ab, so dass kurzfristige Lieferantenwechsel nicht unbedenklich sind und zu eine gewisse Abhängigkeit des Betonherstellers zu einzelnen Abgrabungsstätten führt.
Die Zuschlagsbelieferung ist ferner auch bei der Anlagenplanung und Betriebsgenehmi- gung berücksichtigt, da im Immissionsgutachten der Baugenehmigung die Lieferströme des Schwerlastverkehrs (LKW-Anlieferung) den Hauptteil der Infrastruktur ausmacht.
6 Michael Strauss: Eberhard, Fachsymposium Stuttgart, Ressourcenschonender Beton 23.03.2015
7 Referenzsorte bei Spenner Herkules im TB-Werk Köln mit Rheinsand und Rheinkies
8 Mengen beziehen sich ausschließlich auf Bedarfsmengen der Transportbetonindustrie