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3 Herausforderung für die Branche

Nicht nur der bundesweite Bauboom und hohe Nieveau in den letzten Jahren haben insbesondere in den letzen 5 Jahren zu Engpässen und Planungsunsicherheiten in der Branche gesorgt. Änderungen und Nichtberücksichtigungen in Planfeststellungsbeschlüssen und Nutzflächenplanungen der Kommunen und Länder , aber auch Bürgerinitiativen sorgen dafür, dass bereits ausgekieste Vorkommen keine Anschlussgenehmigungen erhalten, die ausscheidenden Kapazitäten der vorhandenen Werke die Reichweite ihrer Vorkommen durch Herunterfahren der Produktion priorisieren, den Mengenausstoß “drosseln“ und de facto die Nachfrage nicht abdecken können.

Beispielhaft für die derzeitige Situation in der Sand- und Kiesindustrie ist aktuelle Lage im rohstoffreichen Niederrhein: die dort ansässigen Unternehmen scheitert an den Wi- derstand der Kreisregierungen und dem öffentlichen Druck9.

Ein Beispiel für eine offizielle Stellungnahme in der lokalen Presse:
...
„Mit dieser Alternative zum zerstörerischen Kiesabbau sind wir bereits auf eine breite Mehrheit im Kreistag gestoßen. Den Vorstoß gilt es nun unbedingt weiter zu denken. Die bedingungslosen Staatshilfen für die Lufthansa und die anvisierten Kaufprämien für Ver- brenner-Motoren zeigen, dass in Sachen Klimaschutz nicht mehr auf die Großkoalitio- näre in Berlin zu hoffen ist. Die Klimadefensive der Bundesregierung ist Grund genug für uns, hier im Kreis Wesel in der Offensive zu bleiben!“ (Sascha H. Wagner,)10

Grund hierfür ist die durchweg negative Lobby des Endproduktes Beton – hier gleich- zusetzen mit dem Bauwerk der daraus entsteht, immerhin werden ca. 85 Prozent der in Deutschland abgebauten Rohstoffe für Gebäude und Infrastruktur verwendet11.

Der Begriff CO2-Bilanz bildet hier nur die Überschrift; Footprint, Ökoressource, Res- sourceneffizienz aber insbesondere nachhaltiges Bauen ist mittlerweile in den Strategie- plänen der Unternehmensführer aufgeführt und eines der TOP-Strategieziele- vielleicht aber nur notgedrungen.

Die Fakten sprechen nicht für den Baustoff Beton, bedenkt man, dass neben dem Rohstoff Zuschlag der Zement als Hauptbestandteil dient –

„Wäre die Zement-Industrie ein Staat, sie läge bei den CO2-Emissionen an dritter Stelle, hinter China und den USA.“12(A.Kretschmer)

Je Tonne Zementklinker (Hauptbestandteil des Portlandzement) wird de facto 1 Tonne CO2 produziert, folglich entstehen je nach Zementsorte 0,7 bis 0,9 Tonnen CO2 für die Produktion von 1 Tonne Zement – ca. 200 kg CO2 je m3 Transportbeton (nur aus dem Zementanteil).

Des Öfteren findet man in der Presse Begriffe wie “Klimakiller- Beton13“, wenn auch meist der Zement gemeint ist und der Unterschied zwischen den beiden Baustoffen nicht bekannt ist. Auch ist CO2-Abscheidung (Carbon Capture) ein Begriff der in den For- schungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen oft genannt wird.

Bereits 2012 beauftragte die Bundesregierung in Deutschland bei VDI eine Potenzialanalyse im Rahmen des Deutschen Ressourceneffizienzprogramm15 (ProGress) mit dem Ziel einer nachhaltigen Ressourcenplanung und Optimierung von Rohstoffverbrauch mit Schwerpunkt Hoch –und Gewerbebau.

Die Analyse zeigt, dass neben den energetischen Fakten, insbesondere die benötigte Roh- stoffart (mineralisch) sowie die Frage der Entsorgung im Endprodukt Beton bzw. Stahl- beton das größte Einsparpotenzial für Rohstoffverbrauch darstellt.


9 Quelle:https://www.lokalkompass.de/wesel/c-politik/keine-weitere-kiesabgrabung-in-vahnum- mehr_a1377384

10 Zitat: Sascha H.Wagner, Frationsvorsitzender der Linken Kreis Wesel, https://www.lokalkom- pass.de/wesel/c-politik/kein-spielraum-fuer-den-kiesabbau-in-ginderich_a1377315

11 VDI Zentrum Ressourceneffizienz Kurzanalyse Ressourceneffizienz der Tragwerke, Kapitel 2 und Po- tenziale eines hochwertigen Recyclings im Baubereich, Kapitel 3.1.

12 Zitat: Ansgar Kretschmer, Klimabilanz der Zementindustrie, Artikel für Chemietechnik 25.03.2019 13https://www.tagesspiegel.de/wissen/die-klimaschaedliche-gier-nach-zement-klimakiller-beton/25033772.html
14 9 VDI Zentrum Ressourceneffizienz Kurzanalyse Ressourceneffizienz der Tragwerke Abb.6