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2 Analyse der Branchenentwicklung

Im Jahr 2018 erzielte die deutsche Transportbetonindustrie mit einer Produktion in Höhe von 52,7 Millionen Kubikmeter Transportbeton einen Umsatz von 3,84 Milliar- den Euro. Deutschlandweit beschäftigen die rund 530 Unternehmen der Branche etwa 10.150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in insgesamt 1.835 Transportbetonwerken2.

Hauptproblem der TB-Branche ist seit einigen Jahren die Rohstoffabsicherung- und Versorgung. Bei vielen Baurohstoffen, insbesondere aber bei Kies und gebrochenen Na- tursteinen, treten vermehrt Versorgungsengpässe auf – Tendenz steigend. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) unter dem Titel „Kies – der wichtigste heimische Baurohstoff“.

Dies führt dazu, dass Kiesmengen nur noch nach Verfügbarkeit zugeteilt, Stammkunden vorrangig bedient und größere Aufträge abgelehnt werden. „Die Situation wird sich deutschlandweit weiter verschärfen, da die Ursachen fortbestehen“, so der Hauptautor der Studie, Dr. Harald Elsner. Ein Großteil der Sand-, Kies- und Natursteinvorkommen in Deutschland kann aufgrund von konkurrierender Nutzung (z. B. Wasser-, Natur- und Landschaftsschutzgebiete) oder überbauter Fläche nicht zur Gewinnung von Rohstoffen herangezogen werden. Ein weiteres und in der Bedeutung zunehmendes Hindernis ist die nur bedingte Bereitschaft der Landwirte, geeignete Flächen für den Rohstoffabbau zur Verfügung zu stellen.

Zurzeit werden in Deutschland im Jahr rund 155 Millionen Tonnen Kies gewonnen. Die Menge an abgebautem Kies ist seit dem Jahr 2012 aufgrund der privaten und öffentli- chen Bauinvestitionen um ca. 10 % gestiegen. Die Zahl der Gewinnungsstellen ist seit 1995 um 39 % auf heute 1.910 zurückgegangen3- Tendenz stark fallend.

Weiterer Rohstoff für die Betonherstellung ist Zement. Auch hier haben sich in den letzten Jahren zunehmend saisonale Lieferengpässe ergeben, vorwiegend auf Grund von Verfügbarkeit der Hüttensand –und Kalksteinkomponente.