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6 Ressourcenbedarf und die Ressourcensteuerung

Im Zuge der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung die Reduzierung der Rohstoffgewinnung in Natursteinwerken strategisch bewertet. Ein Kernziel dieser Strategie ist die Verdopplung der Rohstoffproduktivität bis 2020 im Vergleich zu 199430. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher. Während in Ländern wie USA, Schweiz oder Belgien teils über 15% der Betonmengen als RC-Beton ausge- liefert wird31, beträgt der Anteil in Deutschland unter 1% der Betonmengen32 und be- schränkt sich auf Tiefbaumaßnahmen, einzelne Bauvorhaben und aktuelle Forschungs- projekte.

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Abbildung 16: Aktuelle Forschungsprojekte BTB33

Da Rohstoffproduktivität definiert ist als Quotient von Bruttoinlandsprodukt in Euro durch Einsatz abiotischer Rohstoffe in Tonnen, soll der Rohstoffbedarf für Sand, Kies und Natursteine reduziert werden.

Dabei kommt den großen Masseströmen im Bauwesen und hier im speziellen den mine- ralischen Gesteinskörnungen zur Betonherstellung eine gewichtige Rolle zu. Zuschlag ist mit ca.80 Prozent der Masse der Hauptbestandteil von Beton und kann teils mit Re- cycling-Gesteinskörnung substituiert werden.

RC-Material wirkt sich dabei in puncto Nachhaltigkeit mehrfach positiv aus:

  • Die Zweitnutzung von Material verhindert eine zusätzliche Rohstoffentnahme und trägt somit über die Reduktion des Rohstoffeinsatzes zu einer Erhöhung der Rohstoffproduktivität bei.
  • Die Laufzeit von Rohstoffvorkommen wird deutlich erhöht.
  • Deponiekapazitäten werden geschont

    Dennoch fehlt der Branche positiver Druck des Gesetzgebers, bedenkt man, dass auch bei öffentlichen Ausschreibungen durch Zitat der Normen RC-Betone faktisch ausge- schlossen werden.

    Durch die hohen Festigkeitsanforderungen (> C30/37) wäre eine Zulassung im Einzelfall 34notwendig, um einzelne Bauvorhaben mit RC-Beton abzuwickeln. Die Kosten für eine Einzelzulassung liegen bei ca. 13 TEUR je Sorte und somit kaum zu realisieren.Abbildung 17: Auszug aus einer öffentlichen Ausschreibung im Ruhrgebiet 2019

    Fazit:

    Die Akzeptanz in Deutschland ist sehr gering, Recyclingbeton findet fast ausschließlich im untergeordneten Bereich (< C20/25) statt. Hier besteht wiederrum Wachstumspoten- zial, da Fachfirmen leistungsstarke Anbieter mit garantierter Lieferfähigkeit zwecks Ver- markung von ökologisch-wertvollen Bauwerken35.Voraussetzung ist jedoch die ganzjähr- liche Verfügbarkeit und qualitätsintensive Betreuung der Bauvorhaben durch den Beton- produzenten.


30 Nationale Nachhaltigkeitsstrategie, 2002

31https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/luzern/recyclingbeton-besser-als-angenommen- ld.1134239

32 https://gruene-planegg.de/2019/07/16/kieswende-verwendung-von-rc-beton-in-bayern/ 33 Bundesverband der deutschen Betonindustrie, F+E 2018$

34 Deutsches Institut für Bautechnik, https://www.dibt.de/de/wir-bieten/zulassungen-etas-und-mehr

https://www.brueninghoff.de/unternehmen/newsroom/aktuelles/news/klimaschutz-durch-recyclingfa-

35
ehige-baumaterialien/