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Politischer Druck, kommunale Änderung in Flächennutzungsplänen und (über-)regio- nale Lieferengpässe bei Rohstofflieferanten aus der Sand-/Kies- und Splittindustrie be- einflussen nunmehr bereits seit mehreren Jahren die Produktions- und Wettbewerbsfä- higkeit der Transportbetonhersteller in Deutschland.
Insbesondere in den letzten konjunkturstarken Jahren ist die Rohstoffabsicherung beim Produkt Transportbeton das Hauptkriterium für Investitionen, Wachstumsvorhaben und insbesondere Akquisitionsprojekte. In der Baustoffbranche wird oft die Intension der „Ressourcenschonung“ priorisiert, Regelwerke sind in den letzten Jahren teils angepasst worden und viele Unternehmen setzen Alternativrohstoffe als Zielvorgabe an oberster Stelle.
Dennoch hat sich die deutsche Transportbetonindustrie nicht diesem Bereich weiterent- wickelt, die konventionelle Lieferkette Naturprodukte – Betonwerk – Bauwerk besteht weiterhin. Am Beispiel unseres Unternehmens Spenner Herkules möchte ich die Proble- matik zu Alternativprodukten/Ersatzbaustoffen mit Blick auf daraus resultierende Pro- duktionseinschränkungen, Einsatzgebieten und die betriebswirtschaftliche Betrachtung anhand von praktischen Aspekten erörtern, ferner auch den kritischen Einwand einwer- fen, weshalb der oft benutzte Begriff “Urban Mining“ in der Praxis derzeit eher eine Marketingmaßnahme bei medienwirksamen Bauvorhaben zu sein scheint.
Dieses Bild ergibt sich uns zumindest im Tagesgeschäft; Ausschreibungen beinhalten noch des Öfteren den Verweis auf Nichtkonformität von RC-Beton, auch ist der Hin- weis auf Normenwerke in Leistungsverzeichnisse ohne ausdrückliche Ausnahmeergän- zung für den Betonanbieter eine Einschränkung in der Angebotserstellung bei RC-Be- ton. Die Industrie zeigt sich generell sehr normenlastig, sehr zum Nachteil für Innova- tion und Alternativproduktstrategie der Betontechnologen.
Die ausführenden Bauunternehmungen meiden “Experimente“ beim Baustoff Beton, d.h. sie sind kaum aufgeschlossen irgendeine Form von Risiko in der Erstellung ihrer Bauwerke zu berücksichtigen. Nachvollziehbar ist die Skepsis auf Grund des harten Wettbewerbs und Gewährleitungszusagen im Baugewerbe, womit der Betonindustrie nur der Weg über den Planer und Architekten im Vorfeld über Beratung und Produkt- marketing bleibt. Ein eher riskanter Vorgang, da bei Beratung in Planungsphasen auch ein gewisses Haftungsrisiko vorhanden ist1.
1 https://www.baunetz.de/recht/Haftungsrisiken_des_Planers_im_Kostenbereich_222277.html