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Der Verpackungsherstellungsprozess ist somit ein gern gesehener Allrounder, wobei man den Endkunden eine funktionierende preiswerte Verpackung anbieten kann. Die Inline gefertigte Verpackung hat vielerlei Vorteile. Zum einen wird die Maschine in der Regel von maximal zwei Maschinenführern bedient und somit beinhaltet die Kalkulation nur geringe Personalkosten. Zum anderen ist bei der Produktion über eine Inline-Maschine zwar ein Stanzwerk integriert, welches aber nur in den seltensten Fällen benutzt wird und vor allem findet man hier kaum Aufträge wieder bei denen große Flächen ausgestanzt werden. Die Benutzung des Stanzwerkes ist, wenn überhaupt, meisten für einfache kleine Stanzungen wie beispielsweise Handgriffe in der Verpackung oder abgeschreckte Kanten bei Automatenverpackungen.[1]Dies hat den Vorteil, dass bei diesem Herstellungsprozess wenig Abfall entsteht und ein Großteil des Wellpappenzuschnitts verwendet werden kann. In der Regel wird der entstandene, geplante Abfall bei der Fertigung dem Kunden im Materialpreis mit einkalkuliert. Die Abfallthematik ist auch vor dem Hintergrund, dass die Materialkosten ca. 50% der Gesamtkosten beim Herstellungsprozess ausmachen, ein wesentlicher Gesichtspunkt. Zudem produziert die Inline-Maschine mit hohen Geschwindigkeiten, wobei moderne Anlagen mittlerweile bis zu 26.000 Verpackungen/Std. produzieren. Auch wenn es an dieser Stelle wie eine perfekte Maschine für die strategische Ausrichtung in der Zukunft klingt, gibt es auch Schattenseiten.
Denn diese Vorteile sind nicht unbekannt und somit findet man in fast jedem Wellkistenwerk die Inline-Maschinen, allein um ein gewisses Standardportfolio abbilden zu können. Des weiteren gibt es einige große Konzerne, die nach Abschreibung der alten Maschinen regelmäßig in die neuste Technik investieren. Dies findet in der Regel nach acht Jahren statt. Dadurch kann die Produktivität in den Firmen enorm gesteigert werden. Für Unternehmen die hier nicht kontinuierlich in die neusten Inline-Maschinen investieren können, heißt es somit niedrige Preise anzusetzen, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, wobei als Konsequenz die Margen der produzierten Verpackungen ein niedriges Level erreichen. Somit wird ein Standardprodukt gefertigt, wo Unternehmen sich nicht durch große Kreativität in Form von anspruchsvollen Konstruktionen absetzten können, sondern es nur darum geht mit modernster Technik einen hohen Output zu generieren. Ein weiterer entscheidender Aspekt ist, dass die Verpackungen zwar mit einem schönen Motiv bzw. Layout bedruckt werden können, aber durch einen Klebestreifen an der Deckel- als auch an der Bodenseite ein optisch nicht einwandfreies Bild abgeben. Aufgrund der erwähnten Aspekte ist es schwer eine langfristige Kundenbeziehung aufzubauen, wenn Firmen nicht in der Lage sind kontinuierlich in die optimierten Anlagen zu investieren.
Abgeschreckte Kanten werden in der Wellpappenindustrie oft für Kunden mit einem Verpackungsautomaten gewählt, damit die Verpackung im Automaten leichter aufgerichtet werden kann und Stillstände vermeiden werden.