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Der eingesetzte Fragebogen bestand aus zehn Fragen und wurde über ein elektronisches Formular verschickt und enthielt Fragen bzw. Aussagen zu den Themen Relevanz für die eigene Arbeit, Kenntnis der vorhandenen Regelungen, Kontaktstellen und persönlichen Erfahrungen. Die Fragen bzw. Aussagen konnten auf einer fünf-stufigen Skala von „stimme vollkommen zu“ bis „stimme absolut nicht zu“ beantwortet werden. Führungskräfte hatten zusätzlich auch die Möglichkeit sich mit Freitext zu äußern.
Abbildung 1 zeigt die Rücklaufquote der einzelnen Gesellschaften und der einzelnen Funktionsbereiche. Insgesamt lag die Rücklaufquote bei insgesamt 21% Prozent (395 von 1.880 verschickten Fragebogen). Der höchste Rücklauf mit einer Quote von rund 38% kam aus der Gesellschaft BT(E)S, gefolgt von BMS mit 25 %. Bei BHS, BSC und BCL lag die Quote bei jeweils rund 10%.
In Bezug auf die Rücklaufquote aus den verschiedenen Funktionsbereichen zeigte die Auswertung ebenfalls ein heterogenes Bild. Die höchste Rücklaufquote lag mit rund 40% im Bereich Engineering, gefolgt von IT mit 12% und Procurement von 11%.

Abbildung 1: Rücklaufquote der elektronischen Interviewbogen nach Gesellschaften und Funktionsbereichen.
Unter dem Aspekt der explorativen, qualitativen Untersuchung der Fragestellung kann man anhand der unterschiedlichen Rücklaufquoten mit aller Vorsicht interpretieren, dass im Engineering ein höheres Problembewusstsein (Awareness) vorherrscht, während dies in den Bereichen Vertrieb, Legal und Einkauf eher schwach ausgeprägt zu sein scheint. Im Hinblick auf die verschiedenen Gesellschaften scheint das Thema Informationssicherheit vor allem in den jungen, dynamischen Organisationsteilen wie z.B. die der BHC und die der BSC eher eine geringe Rolle zu spielen. Die höheren Rücklaufquoten der Gesellschaften BT(E)S bzw. BMS können sowohl eine höhere Awareness als auch den längeren Erfahrungshorizont im Land widerspiegeln. Beide Bereiche bauen bzw. betreiben seit 2005 Produktionsanlagen in der VR China. In diesen Produktionsanlagen stellt das Anlagen- und das chemische Verfahrens- und Prozess Knowhow eines der wertvollsten Assets dar, welches Qualität, Kostenführerschaft und damit Marktanteil und Umsatz garantiert. Diese Interpretation wird durch den Eindruck aus den persönlichen Gesprächen mit den Führungskräften der verschiedenen Gesellschaften bzw. Funktionseinheiten voll und ganz gestützt.
Ergänzend dazu zeigt Abbildung 2 die Ist-Situation der Awareness zur Informationssicherheit anhand ausgewählter Fragekategorien des Fragebogens. Demnach sind Verfahren und Methoden bzw. definierte Ansprechpartner eher unbekannt.

Abbildung 2: Ist-Situation der Awareness zur Informationssicherheit anhand vier ausgewählter Fragekategorien (n=365 Antworten).
Hervorzuheben ist hier, dass weniger als 10% der Befragten sich durch das Thema Informationssicherheit persönlich tangiert fühlen. Ebenfalls auffallend ist, dass nur rund ein Viertel der Befragten die Frage der Relevanz für das Geschäft mit „Ja“ beantwortet. Unter der Berücksichtigung, dass das Thema im Compliance-Framework des Konzerns verankert ist und umfassende Schulungen dazu stattgefunden haben, ist das Ergebnis überraschend. Es lässt daraus schließen, dass das Thema Informationssicherheit nicht mit dem Thema Compliance bzw. Verhalten gemäß der Compliance Richtlinien in Verbindung gebracht wird.