Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.
Unsere Ansprechpartner:
Michael Rabbat, Dipl.-Kfm.
MBA Chief Operating Officer
Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung
Die aktuellen Marktentwicklungen der Automobilindustrie führen zu veränderten Kundenanforderungen für die EDLs. Dabei stellt sich heraus, dass zwei Faktoren den Markt maßgeblich dominieren. Zunächst werden die ausgeschriebenen Umfänge im Hinblick auf die Laufzeit sowie das Volumen größer und durch die Reduktion der Anzahl neuer Ausschreibungen wird der Preiskampf zwischen den Anbietern verstärkt.
Das stellt insbesondere kleine und mittelständische Entwicklungsdienstkleister in Zeiten des Fachkräftemangels bei der Besetzung von Projekten vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund müssen sich Unternehmen bei der Strategie entweder auf bestimmte Technologien oder Tätigkeiten im Entwicklungsprozess ausrichten, um diese erschwerten Bedingungen zu meistern und sich in einem konsolidierenden Markt zu behaupten.
Unternehmen, die sich auf Tätigkeiten oder bestimmte Phasen im Entwicklungsprozess fokussieren, sollten die Gründung von überregionalen Kompetenzcentern in Erwägung ziehen. Diese Struktur ermöglicht die flexible Nutzung der Projektressourcen ohne festen Standortbezug. Wichtig dabei ist, dass trotzdem eine gewisse Standortpräsenz in der Nähe des Kunden für kurzfristige Einsätze vor Ort aufgebaut wird. Um die Projektkosten zu senken ist es darüber hinaus empfehlenswert Mitarbeiter aus Farshore-Regionen mit profitablen Lohngefüge einzusetzen bzw. derartige Standorte für die Zukunft aufzubauen.
Auf Technologien spezialisierte Entwicklungsdienstleister profitieren vor allem dann von Bietergemeinschaften, wenn das Knowhow in einer bestimmten Entwicklungsphase fehlt. Denn nur so ist es möglich die Entwicklungsumfänge eines Steuergerätes oder eines Funktionsclusters vollumfänglich über die gesamte Prozesskette zu leisten. Der Einsatz von Mitarbeitern aus dem BCC ist auch hier ratsam, aber nur in eingeschränktem Umfang möglich, sofern der Standort nicht befähigt wird ganze Aufgabenpakete in eigener Verantwortung zu übernehmen.
Allgemein profitieren größere und finanzstärkere EDLs von diesen Entwicklungen, da beide Strategieansätze für sie leichter umzusetzen sind. Sie haben zudem die Möglichkeit über M&A ihr Angebotsportfolio zu erweitern und somit gestärkt aus der Konsolidierung des Marktes hervorzugehen. Zeitgleich können sich diese Firmen dann mit einer Strategie der Gesamtfahrzeugentwicklung auf die neuen Spieler am Markt, also neue OEMs aus China oder Mobilitätsdienstleister, ausrichten und so neue Marktpotentiale erschließen.