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2.2 Technologieorientierung

Bei der technologieorientierten Strategie übernimmt ein EDL die Entwicklung einer Komponente oder eines Steuergerätes über den gesamten Serienentwicklungsprozess, meist mit dem Fokus auf ein bestimmtes Themenfeld. Bei innovativen Technologien wird die Verantwortung dabei noch bei dem OEM liegen, aber der EDL ist ein strategischer Partner auf Augenhöhe. Denkbar ist auch, dass die Entwicklung von neuen Varianten ohne messbaren Technologiehub in Eigenleistung ohne Steuerung des OEM erfolgt.

Im Gegensatz zur tätigkeitsorientierten Strategie liegt der Fokus stark auf der fachlichen Expertise der einzelnen Mitarbeiter. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist es also wichtig, dass diese Expertise im Unternehmen bleibt und nicht der Fluktuation zum Opfer fällt. Um die Effizienz innerhalb des Projektes hochzuhalten ist es von Vorteil, wenn das Team gemeinsam an einem Standort arbeitet, der sich idealerweise entweder in der Nähe zum Kunden oder dem Zulieferer befindet.

Auch bei der in diesem Kapitel vorgestellte Ausrichtung ist Vergleich zu einer von SAC formulierten Strategie möglich. Das Unternehmen nennt diese New Tech[1], wobei dieser Name aus Sicht des Autors nicht passend ist. In der Beschreibung dieser Strategie spricht die Studie auch von der Übernahme klassischer Kerneigenleistung und nennt dabei die Fahrwerk- und die Antriebsentwicklung als Beispiele. Dabei ist es unwahrscheinlich, dass in diesem Umfeld viele technologische Neuerungen entwickelt werden, da es sich nicht um Differenzierungsmerkmale handelt.

Die Integration von branchenfremden Technologiepartnern ist zudem auch das klassische Hoheitsgebiet des OEM und vermutlich auch zukünftig nicht im Tätigkeitsportfolio des EDL zu finden.

[1]

VDA-Studie (2020) S.26-27