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8 Transformation aktiv gestalten

Die Herausforderungen für das Ökosystem besteht darin auf den beschriebenen Wandel nicht nur zu reagieren, sondern sich diesen zunutze zu machen. D. h., dass das Innovati- onspotential nicht nur in Anpassungen und Hardware-Entwicklungen zu suchen ist, son- dern in der Interkonnektivität der Beteiligten des Ökosystems. Die Entwicklung muss hin zu ganzheitlichem Denken erfolgen. Prozesse müssen komplett neu definiert wer- den. Abteilungen, die in Unternehmen bis dato in einem konkurrenzartigen Verhältnis standen, müssen effektiv gebündelt und zusammengeführt werden, um erfolgreich neue Kundenkontakte zu identifizieren und zu generieren. Eine Verzahnung von Marketing, IT und Vertrieb ist unerlässlich. Das Ergebnis muss eine disziplinübergreifende Zusam- menarbeit sein, die intern durch die Bündelung von Kompetenzen gekennzeichnet ist und extern durch die Integration und Verschmelzung mit Fachunternehmen begleitet wird.

Wie die vorangegangenen Kapitel beschrieben haben, sind insbesondere jene Kompe- tenzen outzusourcen, die einen mit der Hybridisierung von Eventformaten einen hohen sachkundigen IT-Verstand verlangen ebenso wie die Aufbereitung und Gestellung von Content. Die Zusammenarbeit mit Plattformanbietern, Tech-Start-up sowie mit Streaminganbietern und Produktionsstudios sind hier zielführend. Durch das Outsour- cen werden zum einen erste positive Effekte entstehen, die sich durch Kosteneinsparun- gen innerhalb der Belegschaft bemerkbar machen. Zum anderen ergeben sich durch neue Allianzen automatisch auch neue Kundenbeziehungsgeflechte. Durch die klare Konzentration der Veranstalter im Ökosystem auf die Herstellung, Identifikation und Generierung von Kundenkontakten sowie der Eruierung der Kundenbedürfnisse kon- zentriert sich das klassische Veranstaltergeschäft damit zunehmend auf die rein opera- tive Umsetzung der Eventformate. Die Bewirtschaftung der Immobilien selbst rückt zu nehmend in den Hintergrund und wirft die Frage damit auch auf, ob Messegesellschaf- ten sich mit der Verwaltung der Immobilien auch in Zukunft weiter intensiv auseinan- dersetzen sollen und müssen. Weiterhin geht mit diesen Überlegungen einher, ob über alle Messegesellschaften hinweg für jede einzelne Gesellschaft eigene Strukturen vorge- halten werden müssen. Muss jede Gesellschaft eine eigene Einkaufsabteilung haben, muss jede Gesellschaft eine Personalabteilung führen? Zielführender wäre die zentrale Bündelung übergeordneter Strukturen und Services, so dass sich im Kern jede einzelne Gesellschaft nur noch mit dem rein operativen Geschäft auseinandersetzen müsste. Wie in der Ökolandschaft der Messe-, Tagungs- und Kongressbranche schon vor mehreren Jahren andiskutiert, schiebt sich nach den pandemischen Entwicklungen erneut die Frage in den Vordergrund, ob es nicht an der Zeit, ist eine vertraglich geregelte Zusam- menarbeit zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen der Privatwirtschaft in einer Zweckgemeinschaft zu bündeln, und damit die Vorteile des Public Private Partnerships sich zu Nutze zu machen. Das Interesse von Investoren, die sich der Immobilien anneh- men und diese mit neuen Nutzungskonzepten umwandeln wäre vor dem Hintergrund der citynahen Lagen gerade der großen Veranstaltungshallen groß. Ebenso zeigen be- kannte Plattformökonomien wie Amanzon und Alibaba, dass auf der anderen Seite ganz sicher auch Investoren im Markt vorhanden sind, die bereit wären, in das operative Ge- schäft mit einzusteigen.