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Eine Organisation ist eine soziale Struktur, die aus dem planmäßigen und zielorientierten Zusammenwirken von Menschen entsteht, sich zur Umwelt abgrenzt und mit anderen Akteuren interagieren kann.[1] Torsten Scheller beschreibt eine Organisation mit den drei Hauptmerkmalen: Mitgliedschaft, Zweck der Organisation und Strukturverhältnisse.[2]Organisationen entscheiden eigenständig wer Mitglied ist, das heißt Unternehmen entscheiden wer als Mitarbeiter dazugehört und wer eventuell das Unternehmen verlassen muss. Es gibt Bedingungen, die jeder befolgen muss, und jeder weiß um die eventuellen Konsequenzen, falls diese Bedingungen nicht eingehalten werden. Die Daseinsberechtigung einer Organisation ist ihr Zweck, ihr Sinn. Der Sinn ist notwendig, damit die Organisation sich ausrichten kann und sich mit einer entsprechenden Struktur auf die entscheidenden Aspekte fokussieren kann. Alles muss der Erreichung dieses Zwecks, das heißt der Zufriedenstellung des Kunden, untergeordnet sein. Organisationen sind für ihre Kunden da. Möchte der Kunde plötzlich etwas anderes, muss die Ausrichtung schnell und flexibel angepasst werden. Strukturverhältnisse sollten daher auch so definiert werden, dass eine Anpassungsfähigkeit an die Komplexität der Umwelt gegeben ist. Die Strukturverhältnisse innerhalb einer Organisation bezeichnet Scheller weiter als Hierarchien. Kommunikationswege, Berichtswege und Zugehörigkeiten sind über die Strukturverhältnisse klar geregelt. Die Strukturverhältnisse in einer Organisation können die Entwicklung hemmen, wenn sie die nötige Anpassungsfähigkeit verhindern. In einer Organisation, in der es sehr viele Hierarchieebenen gibt, dauern Entscheidungen oftmals sehr lange, da jede Instanz durchlaufen werden muss. Eine schnelle und notwendige Anpassungsfähigkeit ist dadurch schwer möglich.
Durch die Digitalisierung, Globalisierung, Wettbewerb und die hohe Nachfrage nach Nachhaltigkeit ist diese Anpassungsfähigkeit jedoch notwendig, denn sie führen in Unternehmen vor allem zu einer Erhöhung der Komplexität. Um Komplexitäten gut bewältigen zu können, benötigen Organisationen Mitarbeiter mit Kompetenz, Verantwortungsbereitschaft, Engagement, Identifikation und Flexibilität. Organisationen sollten daher frei sein von etwa politischen und persönlichen Grabenkämpfen, Konkurrenzgedanken, Resignation, Stress und Burnout bzw. sie sollten die Rahmenbedingungen so gestalten, dass diese minimiert werden. In der heutigen Zeit müssen Organisationen es schaffen, dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren. Es muss ein permanenter Lernprozess etabliert sein, so dass jeder einzelner Mitarbeiter jeden Tag etwas dazu beiträgt, dass sich das gesamte Unternehmen inklusive der Mitarbeiter weiterentwickelt.
Vgl. Scheller, 2017, S. 342.
[2] Vgl. Scheller, 2017, S. 343.