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Das Phänomen der Digitalisierung beschäftigt weltweit Millionen von Menschen aus unterschiedlichsten Branchen. In einigen Branchen ist die Digitalisierung schon vollumfänglich und in sämtlichen Abteilungen etabliert, andere hingegen arbeiten noch an schlüssigen Konzepten, welche in ihrer Branche eine Arbeitserleichterung oder im Optimalfall einen wirtschaftlichen Vorteil bringen. Viele Unternehmen haben sich im Zuge der Digitalisierung gegründet und sich in kurzer Zeit zu einem Global Player entwickelt, wie zum Beispiel Facebook, WhatsApp, Amazon, etc.. In der Automobilindustrie nutzte man die Digitalisierung unter anderem dafür, einen Großteil der Beratungen und Konfigurationen über eine App durchzuführen. Somit konnte der Endverbraucher spielerisch sein Wunschauto selbst von zu Hause aus konfigurieren. Dies ersparte einen enormen Arbeitsaufwand vor Ort im Autohaus. Die frei gewordenen Kapazitäten konnten vom Unternehmen anderweitig genutzt werden oder in Form von Personaleinsparungen das Ergebnis verbessern. In der Baustoffindustrie kommt die Digitalisierung hingegen eher schleppend voran. Erste Erfolge konnte man mit der Zeit im Bereich der Innenausstattung erkennen. So kam Ende der 2000er erstmalig der Begriff „Smart Home“ in die deutsche Baustoffindustrie. Der richtige Durchbruch kam allerdings erst mit dem Siegeszug des Smartphones. Heute können Konsumenten Jalousien, Licht oder Heizung bequem über eine App steuern. Darüber hinaus werden auch die ersten Bauelemente selbst digital. So hat beispielsweise der Badezimmerspiegel einen integrierten Fernseher und es gibt Prototypen von Türen, welche auf der kompletten Innenseite über ein Display verfügen. Dieser kann über eine Kamera das Bild von der Außenseite der Tür anzeigen, sodass es für den Konsumenten aussieht, als würde er durch ein Fenster schauen. Außerdem werden Apps genutzt, um emotionale Baustoffe wie Fliesen, Putze oder Wandfarben in einer 3-D Darstellung zu veranschaulichen. Anders hingegen sieht es bei den emotionslosen Baustoffen wie zum Beispiel Gipskartonplatten, Dämmstoffen, Profilen für Trockenbau, Ziegelsteinen und weiteren aus. Hier spielt weder die Optik eine Rolle, noch müssen diese Produkte dem Kunden in einer 3-D Darstellung vorgeführt werden, da sie nach der Bauphase hinter Tapete, Putz oder Fliese verschwinden. Bei den emotionslosen Massenbaustoffen ist die Digitalisierung somit bis heute kein Thema. Grundsätzlich kommt sowohl die Baustoffindustrie, als auch die Baustoffbranche mit der Digitalisierung nur langsam voran. Dies belegt auch die nachfolgende Studie von McKinsey.