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Ein gesunder Lebensstil spielt in der deutschen Gesellschaft eine immer größer werdende Rolle. Die unten aufgeführte Statistik bestätigt den Trend, dass Jahr für Jahr die Zahl der Personen linear steigt, welche auf ihre Gesundheit achten. Gaben 2017 noch 20,3 Millionen Menschen an auf ihre Gesundheit zu achten, waren es 2021 schon 21,4 Millionen Menschen. (vgl. Pawlik, 2021) Damit verbunden bewerten die Bürger eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung als sehr wichtig. In einer Umfrage des BMEL gaben 91 Prozent der befragten Personen an, dass ihnen gesundes Essen bei der Ernährung wichtig sei. (vgl. BMEL, 2021) Auch scheint sich die Weinbranche mit diesem gesamtgesellschaftlichen Trend zu verändern.

Eine achtsame Lebensweise wurde durch die Corona-Pandemie verstärkt, da durch geschlossene Restaurants, Bars und Clubs einigen der gesellschaftliche Anlass für den Alkoholkonsum fehlte. Zunehmend rückte der Alltag des einzelnen in den Vordergrund und so profilierte sich manch einer am antialkoholischen Genuss. Doch auch schon vor der Pandemie wuchs der Trend zum Alkoholverzicht stark an. Bewusstes Verzichten oder der Griff zu einer alkoholfreien Variante sind keine Seltenheit mehr und werden auch gesellschaftlich akzeptiert. (vgl. Schiller, 2022, S.34f) Längst verankern sich Abstinenzrituale in den gesellschaftlichen Alltag. So ist der „Dry January“ beispielsweise ein Monat, in dem Verbraucher ihren Alkoholkonsum einschränken oder sogar komplett darauf verzichten. In einer Umfrage unter 2500 Teilnehmern ergab sich, dass vor allem Konsumentengruppen zwischen 18 und 29 Jahren davon angetan sind, an solchen Abstinenzritualen teilzunehmen. (vgl. Bertram, 2022a, S.28)
Auf politischer Ebene hat die EU Wein als potenziell gesundheitsgefährdend eingeschätzt. Alkohol wird von der IARC (International Agency for Research on Cancer) als krebserregend deklariert. Schätzungsweise gehen zehn Prozent aller männlichen und drei Prozent aller weiblichen Krebsdiagnosen auf den Konsum von Alkohol zurück. Deshalb ist es Ziel der EU, den Alkoholkonsum bis 2025 um mindestens zehn Prozent zu senken. (vgl. Ddw, 2021b, S.9) Auch die amtierende deutsche Bundesregierung, bestehend aus FDP, SPD und Grünen, hat angekündigt, den Alkoholmarkt vermehrt zu regulieren. Geplant ist, die Gesetze zur Vermarktung und Sponsoring von Wein stark einzuschränken. Des Weiteren steht auch die vermehrte Aufklärung zum Alkoholkonsum auf der Agenda. (vgl. Haas, 2021, S.11) Dem Weinkonsum scheint diese gesamtgesellschaftliche Entwicklung zu schaden. Während der Weinabsatz 2012 noch bei 2.038 Millionen Litern lag, sank das Absatzvolumen in Deutschland bis 2020 auf 1.873 Millionen Liter. Eine Prognose besagt, dass sich das Absatzvolumen bis 2025 mit einem Plus von einem Prozent auf 1.988 Millionen Liter erholen wird. (vgl. Euromonitor, 2020)