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3.1.3 Mechanisierung und Automatisierung im Weinbau

Aufgrund des massiven Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt und den zugleich stetig steigenden Personalkosten gibt es in der Weinbranche enormen Handlungsbedarf, um dadurch nicht den Erhalt der Unternehmung zu gefährden. Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken und Personal sowie Arbeitszeit zu sparen, ist die kulturtechnische Umstellung vom üblichen Bogrebenschnitt (Normalerziehung) auf den sogenannten Minimalschnitt im Spalier (auch Heckenschnitt). Charakteristisch für diese Erziehungsart ist, dass die Trauben, anders als beim Bogrebenschnitt, über die gesamte Laubwand verteilt sind. Ein großer Vorteil des Minimalschnitts im Spalier ist seine hohe Mechanisierbarkeit aufgrund seines heckenähnlichen Aufbaus. Der Winter- wie auch der Sommerschnitt erfolgen ausschließlich maschinell. Ertragsreduzierungen zur Qualitätssteigerung können mittels Vollernter oder auch der sogenannten Darwin-Bürste erfolgen. Aufgrund des heckenähnlichen Aufbaus der Anlagen fallen Heftarbeiten im Sommer gänzlich weg und werden durch Einkürzung mit dem Laubschneider in Form gehalten. In einer Studie wurde die Arbeitszeit in einer Anlage mit Halb- und Flachbogen-Erziehung (eine Art der Bogrebenerziehung) mit der Minimalschnitterziehung verglichen. Hierzu wurden für die Rebsorten Müller-Thurgau und Riesling in beiden Kultivierungsmethoden die gleichen Voraussetzungen bei der Pflanzung geschaffen und Daten über zwei Jahre Arbeitszeit erhoben. Im Vergleich konnte der Arbeitsaufwand in der Flach- und Steillage mit 200 bis 250 Stunden pro Hektar in der Bogrebenerziehung auf 40 bis 50 Stunden pro Hektar im Minimalschnitt gesenkt werden, was einer Reduktion des Arbeitszeitbedarfs um 80 Prozent entspricht. Dabei liegen die Erträge der Minimalschnittanlagen grundsätzlich über denen der Bogrebenerziehung. (vgl. Strub et al., 2021, S.40 f) Des Weiteren empfiehlt es sich, die Pflanzung jener Minimalschnittanlagen im Voraus mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten zu planen, um weitere Arbeitsstunden zu sparen. Wie im vorherigen Kapitel beschrieben können hier bis zu 80 Prozent an Pflanzenschutzmittel gespart werden, was auch eine erhebliche Zeitersparnis mit sich bringt.