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3.2.2 Inflation

Dem Ukrainekrieg und der Corona-Maßnahmen geschuldet steigt die Inflation in Deutschland auf ein alarmierendes Niveau. Aufgrund des fortwährenden Krieges und den immer noch nachwirkenden Lieferkettenproblemen müssen sich deutsche Unternehmen auf eine weiterhin bestehende Knappheit an Gütern und deren zunehmende Teuerung einstellen. Dies kann letztendlich auch die Gefahr bergen, dass Unternehmen aufgrund längerer Lieferzeiten oder knapperer Rohstoffe Güter horten werden und sich die Situation mehr als verschärft. Als Erzeuger sind die Winzer in ihrer gesamten Wertschöpfungskette betroffen und müssen die gestiegenen Kosten abfedern oder an die Konsumenten weitergeben. Fraglich bleibt hierbei, ob und wie lange das der Konsument annehmen wird, bevor er lieber darauf verzichtet, Wein einzukaufen. Denn Wein wird als Luxusgut wahrgenommen und ist in wirtschaftlich schweren Zeiten kein essenziell notwendiges Gut. So müssten Winzer Einschnitte in ihren Umsätzen und Betriebsgewinnen machen, was Investitionen in nachhaltige Weinbauprojekte hemmen würde. Oft wurde auch im Zusammenhang mit den aktuellen Inflationsraten die expansive Geldpolitik der EZB (Europäische Zentral Bank) gebracht. Ab der Finanzkrise 2008 erhöhte sich die Geldmenge im Euroraum von 9,4 Billionen Euro auf 16,1 Billionen Euro im Jahr 2022 (vgl. Statista Research Department, 2022c). So hielt die europäische Zentralbank bis vor dem Ukrainekrieg und der Energiekrise, trotz höherer Teuerungsraten als erwartet, an ihrer Nullzinspolitik und den Anleihekaufprogrammen fest (vgl. EZB, 2021). Heute hat die EZB einen großen Anteil an der Geldentwertung in der Eurozone und steckt in einem Dilemma, welches an die notwendige Leitzinserhöhung gekoppelt ist. Am 27.07.2022 folgte die historische Zinswende und der Leitzins wurde von 0,00 Prozent auf 0,50 Prozent erhöht (vgl. EZB, 2022). Zum einen müsste die EZB die Inflation mit weiteren Zinserhöhungsschritten bekämpfen, zum anderen birgt das die Gefahr, dass einige hochverschuldete EU-Staaten nicht mehr ihre Verbindlichkeiten bedienen können. Dennoch ist die Leitzinserhöhung unabdinglich, auch wenn sie viel zu spät kommt, um die Wirtschaft im Euro-Raum nicht in eine tiefe Krise zu stürzen. Ansonsten würden die Preise weiterhin ungestört in die Höhe getrieben werden.