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Studienbetreuung
Die Betriebsnachfolge ist ein sehr aktuelles Thema in der Weinbranche, welches viele Winzer vor große Herausforderungen stellt. Eine sich damit beschäftigende Studie der Universität Geisenheim aus dem Jahr 2021 kam zu dem Schluss, „dass die Zahl der Betriebe in Deutschland weiter sinken wird und der Strukturwandel in der deutschen Weinbranche weiter fortschreiten wird.“ (von Roeder, 2021, S.20) Obwohl ein Großteil der befragten Betriebe eine gute ökonomische Ausgangssituation angab, war der Hauptgrund der fehlenden Nachfolge auf ungenügend monetäre Anreize zurückzuführen. (vgl. von Roeder, 2021, S.20-22) Das Durchschnittsalter eines Betriebsleiters in einem Weingut liegt über 55 Jahren. Demnach stehen viele Weingüter vor der Aufgabe, sich mit einer baldigen Betriebsübergabe auseinandersetzen zu müssen. Das gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig, wie Daten des statistischen Bundesamtes verdeutlichen. Lediglich 28 Prozent der Haupterwerbswinzer haben einen gesicherten Betriebsnachfolger. Bei den Nebenerwerbswinzern gaben indes gerade einmal 18 Prozent an, die Hofnachfolge gesichert zu haben. Letztlich lässt sich dabei erkennen, dass eher Großbetriebe eine gesicherte Nachfolge aufweisen als kleinere Weingüter. (vgl. Berner, 2022, S.12) Dieser Strukturwandel zeigt sich auch immer mehr im Verhältnis der deutschen Weinbaubetriebe zur Rebfläche. Im Zeitraum von 2010 bis 2020 ging die Anzahl der rebflächenbewirtschaftenden Betriebe mit 19.046 auf 15.151 um 20 Prozent zurück. Gleichzeitig wuchs die gesamte in Deutschland bewirtschaftete Rebfläche von 96.714 Hektar auf 99.854 Hektar an. Demnach bewirtschaftete ein deutsches Weingut durchschnittlich 6,6 Hektar, was einen Anstieg um 29 Prozent im Vergleich zu 2010 mit 4,8 Hektar entspricht. Insgesamt lässt sich der Trend zu immer größer werdenden Weingütern und einer schrumpfenden Anzahl an Weinbaubetrieben erkennen. Die Entwicklung zeigt eine zunehmende Spezialisierung der Unternehmen. (vgl. Kehrer, 2021, S.11)