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Nach Betrachtung der aktuellen Lage deutscher Winzer und ihrer Herausforderungen wird deutlich, dass die Weinbranche vor großen Hürden steht, die es zu bewältigen gilt. Dem Klimawandel mit all seinen unvorhersehbaren Extremen und Schwankungen können die Winzer nur durch Anpassung begegnen. Die Recherche zeigt, dass es diesbezüglich genügend alternative Bewirtschaftungsmethoden gibt. Dazu haben die Rebzüchter neue Sorten entwickelt, die es nun gilt, Stück für Stück an problematischen Standorten zu etablieren und zunehmend dem Konsumenten näher zu bringen. Dennoch müssen zudem andere Alternativen erforscht werden, um die geforderte Pflanzenschutzmittelreduktion erfüllen zu können. Derzeit sind Piwis die einzig effektive Maßnahme zur Spritzmittelreduktion, auch wenn die Aufzucht einer Ertragsanlage Jahre benötigt und hohe Kosten mit sich bringt. Durch den wachsenden Onlinehandel ist es sinnvoll, jene Piwis vermehrt über Internet-Marketing zu bewerben. In Verbindung mit einem intelligenten Bodenmanagement und Einsaaten von Begrünungsmischungen sollten die Winzer auch ihre Böden für trockenere Jahre vorbereiten und als nachhaltige Nährstoffquelle aufarbeiten. Dies muss jedoch als langfristige Maßnahme standortspezifisch geschehen. Um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und der galoppierenden Inflation entgegentreten zu können, sollten die deutschen Winzer Anpassungen in ihrer Kostenstruktur treffen. Hierbei können in den Bereichen Automatisierung und kulturtechnische Anpassung mittels Minimalschnittsystem erhebliche Kosten eingespart werden. Außerdem resultiert die Erkenntnis, dass sich die deutschen Winzer mit dem Generationenwechsel zunehmend auf ein verändertes Konsumverhalten einstellen sollten. Es ist nicht mehr ausreichend, lediglich Wein und Schaumwein zu verkaufen. Vermehrt greifen die Konsumenten auch zu alkoholfreien Alternativen. Damit andere Getränkehersteller die deutsche Weinbranche in dieser Hinsicht nicht abhängen, ist es ratsam, auch alkoholfreie Weine mit ins Sortiment aufzunehmen. All diese Potenziale der aktiven Zukunftsgestaltung sind jedoch nur umsetzbar, sollten dementsprechend auch die Rahmenbedingungen für die Winzer geschaffen worden sein. Gerade die schon existierenden bürokratischen und steuerlichen Hürden auf Bundes- wie auch auf EU-Ebene erschweren den Betrieben den Arbeitsalltag und schrecken dadurch auch viele potenzielle Nachfolger ab. Vor allem hinsichtlich des Fachkräftemangels in Deutschland werden falsche Anreize gesetzt. Dennoch zeigt die derzeitige politische Entwicklung keine Besserung auf und bewegt sich immer weiter in Richtung staatliche Marktregulierungen. So mögen die Intention hinter den Zielen für viele moralisch erscheinen, am Ende beschreiten Deutschland und die EU jedoch immer mehr einen planwirtschaftlichen Weg. Schlussendlich bedeutet das für deutsche Winzer, sich für ihre wirtschaftliche Freiheit einzusetzen, um ihren Lebensunterhalt langfristig sichern zu können. Hier ist es als Winzer immer wieder wichtig, sich in weinbaulichen Verbänden zu engagieren und auf politischer Ebene Einfluss zu nehmen.