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Die Intention hinter einer politischen Handlung mag für den Einzelnen auf den ersten Blick nachvollziehbar klingen, kann jedoch zur Existenzbedrohung für die ein oder andere Branche werden. So sind die ambitionierten Ziele der EU und der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß in der Landwirtschaft bis 2050 auf Null zu senken, als nobel zu bewerten, bedeuten jedoch in der Praxis große Gefahren für die Weinbauern. Demnach würden die angestrebten Pflanzenschutzmittel- und Düngemitteleinsparungen ohne konkrete Alternativlösungen zu immensen Ertragsausfällen führen, die bei einigen Winzern bis hin zur Betriebsaufgabe führen könnten. Besonders potenziellen Betriebsnachfolgern, deren Weinbaubetriebe von den letzten Extremjahren sowieso schon gebeutelten worden sind, würden so weiterhin Anreize zur Fortführung ihrer Unternehmung genommen werden. Ebenso kontraproduktiv sind die geplanten Regulierungen im Hinblick auf die Vermarktung von Alkohol zu bewerten. Auch wenn Alkohol als krebserregend gilt, würden Aufklärungskampagnen eher einen Erfolg erzielen als die bloße Regulierung der Alkoholvermarktung. Durch entsprechende Gesetze würde die Politik weitere Hürden für Winzer schaffen und somit die internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Als ebenso alarmierend gilt der stetig wachsende Kostendruck auf deutsche Winzer. Demnach wird die neue Regelung zur Umsatzsteuerpauschalierung den Gewinn von kleinen und mittleren Weinbaubetrieben schmälern. Des Weiteren wird sich auch die rapide Steigerung des Mindestlohns auf die finanziellen Mittel der Unternehmen auswirken. Gerade im Weinbau wird dies viele im Niedriglohnsektor befindlichen Arbeiten betreffen. Einige Betriebe werden deshalb ihre Kostenstruktur überdenken müssen und bei Personalkosten Einsparmöglichkeiten abwägen müssen. Das birgt die Gefahr, dass Personal zunehmend durch Maschinen ersetz werden wird, Produktionen in günstigere Länder verlagert werden oder weniger Personal mit mehr Aufgaben belastet wird, was zu Lasten der Produktqualität führen kann. Zusätzlich birgt die Erhöhung des Mindestlohns das Risiko der Weitergabe der Kosten an den Konsumenten und die daraus resultierende Befeuerung der Inflation. Insgesamt werden sich durch den neuen Mindestlohn und die Änderung seitens der Umsatzsteuerpauschalierung die finanziellen Mittel der Betriebe schmälern. So verfügen Weinbauern über immer weniger Mittel, um benötigte Investitionen in nachhaltige Projekte zu tätigen.