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6.3.3. Berechnung des gewichteten Kapitalkostensatzes

Ein zentrales Element in der Berechnung des Unternehmenswertes ist der Kapitalkostensatz. Nach der folgenden Formel wird der gewichtete Diskontierungssatz der Free Cashflows berechnet:

wobei:

rEK = Eigenkapitalkosten des Unternehmens
rFK = Renditeforderungen des Unternehmens
rFK * (1-t) = Fremdkapitalkosten des Unternehmens
t = Unternehmenssteuersatz
EK = Marktwert des Eigenkapitals
FK = Marktwert des verzinslichen Fremdkapitals
GK = EK + FK = Marktwert des Gesamtkapitals, d.h.

Im Folgenden werden zwei Szenarien zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten und des WACC dargestellt. Im ersten Szenario wird von einem individuellen Risikozuschlag von 1,5 % ausgegangen. Im zweiten Szenario wird die Vielzahl an Risiken, der die Sondermaschinenbau GmbH ausgesetzt ist und die bereits erläutert wurden, in die Berechnung einbezogen. Der individuelle Risikozuschlag wird aufgrund dessen auf 3 % erhöht.

Die folgenden Annahmen gelten für beide Szenarien gleichermaßen:

  • Der risikofreie Basissatz beträgt 2,29 % und entspricht dem Zinssatz per 28.5.2013 von Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren. 70
  • Die Marktrisikoprämie liegt nach KPMG zwischen 5,5 % und 7 %; hier wird von einer Prämie i.H.v. 6,5 % ausgegangen71
  • Das leveraged Beta liegt bei 1,0472
  • Die Risikoprämie liegt bei 1,71 %
  • Der Unternehmenssteuersatz liegt bei 30,46 %

Die Ergebnisse, die auf der folgenden Tabelle festgehalten sind, zeigen deutlich, dass der Risikozuschlag einen großen Effekt auf den Wert des Unternehmens und des Eigenkapitals hat:

Szenario 1 Szenario 2
Individueller Risikozuschlag 1,5 % 3 %
Eigenkapitalkostensatz 10,55 % 12,05 %
WACC 8,54 % 9,38 %
Unternehmenswert 16,6 Mio. Euro 14,8 Mio. Euro
Wert des Eigenkapitals 14,6 Mio. Euro 12,8 Mio. Euro

Tabelle 5: Eigenkapitalkostensatz – zwei Szenarien73

Ein Eigenkapitalkostensatz i.H.v. 12,05 % und ein WACC i.H.v. 9,38 % scheinen auf den ersten Blick sehr hoch, sind aber für die Automobilindustrie plausibel. Damodaran ermittelt für Januar 2013 für die internationale Automotive-Industrie einen Eigenkapitalkostensatz von 11,79 %, für die Industrie, die Autoteile produziert, sogar einen Zinssatz von 11,94 %.74

Den hohen Eigenkapitalkosten können in dem Fallbeispiel der Sondermaschinenbau GmbH hohe Renditen gegenübergestellt werden. Wie bereits erwähnt, liegen diese weit über dem Branchenschnitt.

Der Wert des Eigenkapitals beträgt im zweiten Szenario 12,8 Mio. Euro und liegt damit genau in dem Korridor, der über das Multiplikatorenverfahren für den Eigenkapitalwert ermittelt wurde.

 

70 Quelle: www.boerse-stuttgart.de.
71 Quelle: KPMG.
72 Quelle: www.wollnywp.de.
73 Die genaue Ermittlung des WACC in beiden Rechnungen kann dem Anhang auf den Seiten 58 und 60 entnommen werden.
74 Vgl. Damodaran (2013).