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Im Rahmen der Discounted Cashflow-Methode wird der Firmenwert über die zukünftigen Zahlungsflüsse ermittelt. Dafür werden die Ergebnisse einer integrierten Unternehmensplanung genutzt, um die Cashflows für die zukünftigen Perioden zu berechnen.
Dieser Ansatz verfügt über eine Reihe von Vorteilen und ist deswegen gut geeignet, um den Wert der Sondermaschinenbau GmbH genau abzubilden. Im Vergleich zu den ersten beiden Ansätzen, ist es hier möglich, betriebswirtschaftliche und strategische Überlegungen der Geschäftsleitung in die Bewertung einzubeziehen und dadurch ein realitätsnahes Bild der Unternehmung zu erhalten.57 Ein weiterer Vorteil der DCF-Methode ist die Tatsache, dass die Cashflows, die auf die Zukunft diskontiert werden, den Mehrwert für die Gesellschafter genauer abbilden als Erträge und außerdem weniger den „Einflüssen der Bilanzpolitik unterliegen“.58
Unter den DCF-Methoden59 wird der Entity-Ansatz (Bruttoverfahren) von Fachleuten am häufigsten verwendet und im Kontext dieser Arbeit zur Unternehmensbewertung der Sondermaschinebau GmbH herangezogen.
Die Abbildung 13 stellt den Entity-Ansatz grafisch dar und macht die weitere Vorgehensweise in der vorliegenden Arbeit deutlich.

Abbildung 13: Discounted-Cashflow-Methode nach dem Entity-Ansatz60
Zunächst werden die Free Cashflows (FCF) der Jahre 2013 bis 2017 und der Terminal Value (TV) nach der in Kapitel 6.3.2. dargestellten Berechnung ermittelt. Danach werden die zukünftigen Free Cashflows und der Terminal Value mit einem gewichteten Kapitalkostensatz diskontiert, um den gegenwärtigen Wert aller zukünftigen Zahlungsflüsse zu bestimmen. Abschließend wird zum Barwert des FC das nicht betriebsnotwendige Vermögen addiert und die zinstragenden Verbindlichkeiten werden abgezogen. Das dabei errechnete Ergebnis stellt den Shareholder Value dar.
57 Vgl. Ernst/Schneider/Thielen (2012), S. 334.
58 Vgl. Ernst/Schneider/Thielen (2012), S. 334.
59 Neben dem Entity-Ansatz zählen auch der Equity- und der Adjusted-Present-Value-Ansatz zu den DCF-Methoden.
60 Ernst/Schneider/Thielen (2012), S. 28.