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3.2. IST-Datenerhebung und -erfassung

Der Prozess der CO2-Fußabdruck-Ermittlung beginnt mit der Identifikation vorhandener Daten- respektive Emissionsquellen. Für die Erhebung der Daten der FUME GmbH wurden die seit einigen Jahren getätigten Erfassungen aus der ISO-50001-Zertifizierung herangezogen. Die wesentlichen Emissionsquellen waren und sind diesbezüglich:

  • drei Großaggregate der BU1 aus dem Bereich energieintensiver Ur- und Umformung in der Vorfertigung;
  • die eigentliche Fertigung der BU1 mit diversen Maschinen und Anlagen (u.a. Wärme-behandlung);
  • ein weiteres Großaggregat der BU1 zur Umformung (ca. 1 MW elektrische Leistung);
  • Vor- und Endfertigung der BU2 bestehend aus prozesschemischen Anlagen und diversen Automaten; zudem zum Teil aufwändige Klimatisierungstechnik;
  • Fertigung der BU3 mit diversen Automaten;
  • separate Betrachtung aller unternehmensweit vorhandenen Druckluftkompressoren;
  • Büro-, Sozial- und Laborgebäude;
  • zwei weitere, ausgelagerte Produktionsstätten der BU2, welche wenige Kilometer entfernt zum zentralen Standort angesiedelt sind.

Als Verbrauchs-Datenquellen konnten die in Abbildung 6 gezeigten Kategorien herangezogen werden.

Abb. 6: Verbrauchskategorien der identifizierten Emissionsquellen der FUME GmbH

Dabei wurden dem Greenhouse Gas Protocol folgend für Scope1 der Wärmeverbrauch und der Kraftstoffverbrauch im Unternehmen ermittelt, für Scope2 der Stromverbrauch und für Scope3 die vorgelagerten energiebezogenen Emissionen. Die Geschäftsreisen (Flüge, Mietwagen etc.) und Hotelübernachtungen konnten über die Buchungsdaten eines angeschlossenen Dienstleisters (i.e. das Travel-Management-System eines Reisbüros) ermittelt werden. Häufig waren dort sogar schon CO2-Äquivalente hinterlegt (vgl. Abb. 7).

Abb. 7: Beispiel eines Jahresreports über Mietwagen aus dem Travel-Management-System (anonymisiert)

Dienstlich motivierte Fahrten der Mitarbeiter (neben Dienstreisen damit auch Pendelverkehr per durchschnittlicher Entfernung Wohnung-Arbeitsstätte) wurden durch eine anonyme Online-Befragung ermittelt[1] und nach einer Rücklaufquote der Befragung von 37,7% auf die durchschnittliche Mitarbeiterzahl pro Jahr hochgerechnet.[2] Die Personalabteilung ermittelte dazu einen durchschnittlichen „Bestand“ von 916 Mitarbeitern in 2018 und 924 in 2019. Auch wenn nur vergleichsweise geringe CO2-Mengen angefallen sind, wurden auch das Abfallaufkommen, das gemessene Abwasser und die Verbrauchsmaterialien im Büro erfasst.

 

[1] Beachte: in Deutschland abzustimmen mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten.

[2] Vgl. Abb. 18 im Anhang.