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Kurzfristig (3-6 Monate) hat ein Unternehmen die Möglichkeit, sich über den Erwerb von CO2-Zertifikaten an weltweiten Umweltprojekten monetär zu beteiligen. Durch diese wird beurkundet und dokumentiert, wo, wodurch und inwieweit eine Kompensation von CO2-Emissionen des Unternehmens erfolgt. In der Regel sind solche Zertifikate in der Laufzeit beschränkt und müssen regelmäßig neu erworben werden. Die Kosten für den Erwerb sind in Abhängigkeit der globalen CO2-Preisentwicklung zu sehen (vgl. Abschnitt 4.1). [1]
Der Markt für den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten ist noch recht jung und vergleichsweise intransparent. Insofern muss bei der Auswahl geeigneter Zertifikate ein besonderes Augenmerk auf den Anbieter und dessen Qualifizierung gelegt werden. Derzeit sind eine Vielzahl von mehr oder weniger seriösen Gütesiegeln in Bezug auf Klimaschutzprojekte im Umlauf. Es ist daher nicht leicht, abschließend gesicherte Erkenntnisse über die Qualität der Projekte und Anbieter zu erlangen.[2]
Ein klarer Vorteil beim Erwerb von Klimaschutzzertifikaten besteht darin, dass die CO2-Reduktion nach den Prinzipien des Gesetzes vom abnehmenden Grenzertrag im Rahmen von Projekten in Entwicklungsländern (z.B. Energieeffizienzprojekte, Aufforstung) häufig wesentlich günstiger ist als einerseits der Erwerb staatlicher Verschmutzungsrechte und andererseits die Umsetzung eigener Maßnahmen im Unternehmen.[3] Besonders nachteilig hingegen erweist sich das Konzept dahingehend, dass wenig Anreize zum eigenen unternehmerischen Handeln gesetzt werden.[4]
Die FUME GmbH hat sich dazu entschieden, das Unternehmen im Jahr 2020 durch den freiwilligen Erwerb von CO2-Zertifikaten klimaneutral zu stellen. Durch eine Beteiligung an einem Wasserkraftwerk in Indien konnte so der eigene Ausstoß von 5825to CO2/Jahr kompensiert werden.[5]
Als mittelfristige wirkende Maßnahmen (7-18 Monate) zur Vermeidung und Reduzierung erweisen sich für die FUME GmbH als geeignet:
Langfristige Maßnahmen (Umsetzungsdauer > 18 Monate) zur Reduzierung von CO2-Emissionen betreffen in erster Linie Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz. Diesbezüglich befinden sich bei der FUME GmbH nachstehende Projekte in der Evaluationsphase zur Umsetzung:
Jede einzelne Maßnahme wird per Investitionsrechnung und unter Berücksichtigung aktueller und zukünftiger CO2-Kosten auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft (vgl. Abschnitt 4.3). Bei einigen prestigeträchtigen Maßnahmen werden zudem explizit die jeweilige (positive) Reputationswirkung der Maßnahme bei der Umsetzungsentscheidung berücksichtigt (so z.B. im Falle der o.g. Solaranlage).
Siehe dazu das Beispiel eines Zertifikats zur Förderung eines Wasserkraftwerks in Mali (Abb. 19 und 20 im Anhang).
[2] In diesem Zusammenhang hat sich gegenwärtig eine Zertifizierung nach dem „Gold“-Standard als vergleichsweise seriös herausgebildet. Vgl. Finanztest (2018), S.16., wo auch ein erster Überblick zu gängigen Zertifizierungsverfahren und Gütesiegeln für den privaten Bereich zu finden ist.
[3] Zum volkswirtschaftlichen Nutzen von Klimaschutzzertifikaten siehe z.B. Feist (2019).
[4] Häufig wird auch von einem „modernen Ablasshandel“ gesprochen (siehe z.B. www.wiwo.de).
[5] Siehe Abb. 21 im Anhang.
[6] Das Aggregat hat mit einer Leistung von 1 MW einen erheblichen Anteil am jährlichen Strombedarf der FUME GmbH.
[7] Die Idee, Gebäude mit einer Höhe ab 10m mit vertikalen Windturbinen auszustatten, wurde allerdings wieder verworfen.
[8] Die Transformation der Wechselspannung auf Gleichstrom-Antriebe der Fertigungsanlagen und die dabei anfallenden Verlustleistungen in den Invertern ist eine zu kalkulierende Einspargröße.