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5.1. Ableitung einer CO2-(Reduktions-)Strategie

Vor dem Hintergrund der gewonnen Erkenntnisse zum Thema und Relevanz von CO2-Fussabdruck und CO2-bezogener Kosten stellt sich für ein produzierendes Unternehmen folglich die Frage, wie eine CO2-Strategie erfolgversprechend umgesetzt werden kann.[1]

Hierzu bietet es sich an, auf etablierte, generische, PDCA-orientierte Stufenmodelle zur CO2-Reduktion zurückzugreifen (siehe Abb. 15). Diesen Modellen ist gemein, dass zu Beginn aller Überlegungen die grundsätzliche Notwendigkeit des Berichtens einer Klimastrategie erkannt wird (Plan). Darauf aufbauend sind die wesentlichen Emissionsquellen zu identifizieren und analysieren (Do), regelmäßig zu messen (Check) und Optimierungspotenziale aufzudecken und umzusetzen (Act). Flankiert wird dieser Regelkreis von einem Kommunikationskonzept, welches sich nach den Anforderungen und Erwartungen der Stakeholder (z.B. Investoren, Eigentümer, Mitarbeiter, Geschäftspartner) richtet.[2] [3]

Abb. 15: Entwicklung einer Klimastrategie als Regelkreis
(Quelle: in enger Anlehnung an Kopp et al. (2014), S. 6)

Das Erreichen einer CO2-Freiheit bzw. CO2-Neutralität kann gewiss als Kardinalziel jeder CO2-Reduktionsstrategie bezeichnet werden. Unterschiedliche Handlungsalternativen führen zu diesem Ziel, bei denen jeweils die Vermeidung von CO2-Emissionen an erster Stelle steht. Ist dies nicht möglich und/oder nicht wirtschaftlich, folgen Maßnahmen der Reduzierung von CO2-Emissionen. Erst an dritter Stelle sollte die Kompensation verbleibender, unausweichlicher CO2-Emissionen stehen. Alle drei Alternativen haben auch eine zeitliche Konsequenz: Während die Reduzierung von CO2-Emissionen sich mit Investitionen in neue, effizientere Maschinen und Anlagen, neue Technologien, der Automation und Digitalisierung von Wertschöpfungsschritten vergleichsweise leicht umsetzen lässt, ist bei der Vermeidung von CO2-Emissionen die Verlagerung von Fertigungsschritten an externe Dienstleister und sogar die Aufgabe eigener Wertschöpfungsschritte ein unter Umständen geeignetes Mittel. Die schnellste und einfachste Alternative stellt die Kompensation über den Erwerb von CO2-Zertifikaten und eigenen (finanziellen) Engagements in Umweltprojekten dar. Bezüglich letztgenannten Vorgehens ist allerdings zu berücksichtigen, dass die externe Wahrnehmung der Stakeholder eine solche Kompensation als „Greenwashing“[1] verstehen könnte und dadurch unerwünschte Ausstrahlungseffekte auf die Reputation bzw. das Markenbild des Unternehmens erzeugt werden könnten (vgl. Abschnitt 4.4). Insofern wird in der unternehmerischen Praxis eine Klimastrategie in der Regel aus einem Mix der drei genannten Alternativen bestehen.

[1]

Greenwashing ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches Image zu geben. Vgl. Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing.

[1] Vgl. vertiefend Deutsches Global Compact Netzwerk (2017).

[2] Vgl. Kopp et al. (2014).

[3] Ein ähnliches Vorgehen wird gezeigt bei Deutsches Global Compact Netzwerk (2017).