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Um eine differenzierte Grundlage für eine verursachungsnahe Zuordnung der CO2-Kosten zu den Kostenträgern und die Überwachung der Wirtschaftlichkeit der CO2-bezogenen Aktivitäten zu schaffen, wird in der Kostenstellenrechnung ermittelt, woim Unternehmen Kosten entstanden sind und welche Anteile davon jeweils auf CO2-Kosten entfallen. Basis hierfür sind die Kostenstellen eines Unternehmens, welche als eigenständige betriebliche Abrechnungseinheiten eingerichtet werden. Man unterscheidet dabei allgemein nach Vorkostenstellen, (stellen Leistungen für andere Kostenstellen bereit, wie z.B. Instandhaltung) und Endkostenstellen, in denen Produkte be-/verarbeitet (Fertigungshauptstellen) bzw. weitere produktbezogene Aktivitäten durchgeführt werden (Material-, Verwaltungs-, Vertriebsbereiche). Im Hinblick auf die spezifische Berücksichtigung von CO2-Kosten lassen sich zusätzlich die Kategorien der CO2-bezogene Kostenstellen (mit hohen, unmittelbar zuordenbaren CO2-Emissionen wie Energieerzeugung und -bereitstellung für andere Kostenstellen), der CO2-neutralen Kostenstellen (es fallen keine nennenswerten CO2-Emissionen an) abgrenzen.
Die Kostenstellenrechnung beginnt sowohl generell als auch bei einer CO2-bezogenen Kostenrechnung mit der Zuordnung der in der Kostenartenrechnung erfassten Gemeinkosten zu den Kostenstellen. Da es Stellen gibt, bei denen (auch CO2-bezogene) Leistungen für andere Stellen erbracht werden, werden anschließend die aus der Kostenartenrechnung stammenden primären Stellenkosten zwischen den Kostenstellen verrechnet; die verrechneten Gemeinkosten stellen sekundäre Kostenstellen dar. Unter Einbeziehung der Einzelkosten lassen sich dann Zuschlags- bzw. Verrechnungsätze für die Gesamtkosten von Material-, Fertigungshaupt-, Verwaltungs- und Vertriebsstellen ermitteln. Diese bilden die Schnittstelle zur Kostenträgerrechnung und werden bei Anwendung der Zuschlags- oder Bezugsgrößenkalkulation für die Ermittlung der Gemeinkostenanteile je Kostenträger verwendet.
Zudem können Wirtschaftlichkeitskontrollen durchgeführt werden, wenn entsprechende Referenzwerte (wie Plankosten) zur Verfügung stehen. Die CO2-bezogene Kostenstellenrechnung liefert Informationen über die Höhe der CO2-bezogenen Kosten einzelner betrieblicher Bereiche und damit zum Ausmaß entsprechender Einsparungspotentiale. Dadurch kann der gesamte „CO2-Kostenblock“ transparent gemacht werden, und es lassen sich CO2-bezogene Zuschlags- bzw. Verrechnungssätze für die Produktkalkulation ermitteln.