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Des Weiteren kann die CO2-Reduktionsstrategie eines Unternehmens auch nach funktionalen Aspekten gegliedert werden.[1]Eine erste, grobe Unterteilung erscheint bei einer Unterscheidung nach technischen, organisatorischen und verhaltensbedingten Maßnahmen angebracht:
Technische Maßnahmen
Unter den technischen Maßnahmen zur CO2-Reduktion sind alle Initiativen zu subsumieren, durch die durch technologische oder prozesstechnische Veränderung eine Verbesserung der CO2-Bilanz erzielt wird. Darunter fallen Themen wie die energetische Gebäudesanierung (z.B. durch Dämmung), ein aktives Energiemonitoring und Lastmanagement im unternehmensweiten Stromnetz oder ganz allgemein sämtliche Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs im Betrieb. Auch Off-Grid-Lösungen, wie der Erzeugung von Eigenstrom durch den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen zählen dazu.
Organisatorische Maßnahmen
Unter den organisatorischen Maßnahmen zur CO2-Reduktion sind alle Initiativen zu subsumieren, bei denen durch organisatorische Eingriffe in die betrieblichen Abläufe eine Verbesserung der CO2-Bilanz des Unternehmens erzielt wird. Hierzu zählt z.B. die bereits angesprochene Umstellung auf den Bezug von „Ökostrom“ (siehe Abschnitt 3.3), den Wechsel zu einem klimaneutralen Cloud-Dienstleister oder die Nutzung „smarter“ Angebote wie Smart Heating oder Smart Lighting: Bei letztgenannten werden die Energiebereitstellung zum Heizen oder der Beleuchtung an die Arbeitszeiten der Mitarbeiter angepasst. Des Weiteren fallen unter organisatorische Maßnahmen sämtliche Weisungen und Vorschriften, welche die Einsparung von CO2-Emissionen verfolgen (z.B. klimafreundliche Dienstreiseordnung, Anweisungen zum Recycling und der Mülltrennung).
Verhaltensbedingte Maßnahmen
Bei den verhaltensbedingten Maßnahmen wird auf eine erwünschte Änderung seitens der Mitarbeiter und Führungskräfte abgestellt. Durch ein geeignetes Informations- und Kommunikationskonzept gilt es, die Mitarbeiter davon zu überzeugen, dass die CO2-Reduktionsstrategie des Unternehmens ein erstrebenswertes Ziel ist. Im besten Fall wird die Belegschaft dafür gewonnen, sich aktiv an dem CO2-Einsparziel des Unternehmens zu beteiligen (z.B. durch das Bilden von Fahrgemeinschaften, die Nutzung von öffentlichem Nahverkehr).[2] In diesem Zusammenhang wird häufig empfohlen, das Thema Klimaschutz fest in der Unternehmenskultur zu verankern. Zielführend können dabei Mitarbeiter-Schulungen aber auch die Errichtung von Nachhaltigkeitsboards oder Ideenpools sein, im Zuge derer Vorschläge zu vermeidbarer Energieverschwendung und damit zum unternehmensweiten Klimaschutz gesammelt und umgesetzt werden können.
Vgl. www.planetly.org, KPMG (2021).
[2] Da sich diese Herausforderung nur wenig von anderen, unternehmensweit ausgerichteten Veränderungs-Vorhaben unterscheidet, sei an dieser Stelle auf die einschlägigen Hinweise der Change-Management-Literatur verwiesen. Einen wissenschaftlich fundierten Einstieg dazu bietet z.B. Baumöl (2008).