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Ein anderes großes Projekt der EU zur Erreichung des Green Deals in der Landwirtschaft ist die Farm-to-Fork Strategie. Die darin enthaltenen Gesetzesinitiativen geben den Weg zu einem nachhaltigen Konsum und einer robusten landwirtschaftlichen Herstellung vor, um so Umwelt- und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Sie soll sich besonders auf die Lebensmittelkette fokussieren und dabei Erzeuger und Konsumenten miteinbinden. Ihr Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 den Aufwand an Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent zu verringern. Gleichzeitig sollen Düngemittel um 20 Prozent reduziert werden und ökologisch bewirtschaftete Flächen einen Gesamtanteil von 25 Prozent in der gesamten landwirtschaftlichen Fläche der EU einnehmen. (vgl. Berner, 2021b, S.22 f) Ebenso ambitionierte Ziele setzt sich die aktuelle deutsche Bundesregierung hinsichtlich der zukünftigen landwirtschaftlichen Aufstellung. Übereinstimmend mit der EU formuliert die Regierung ihre Ziele, die Landwirtschaft nachhaltig, zukunftsfähig und ökonomisch erfolgreich zu gestalten. Beim Ökolandbau möchte die Regierung sogar noch weiter als die EU gehen und bis 2030 eine Quote von 30 Prozent in der deutschen Landwirtschaft erreichen. Ähnlich wie die EU möchte die Bundesregierung auch den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln weit möglichst reduzieren. Dazu sollen alternative Mittel und Technologien zur verbesserten Ausbringung gefördert werden. Zudem wird dem Herbizid Glyphosat ein Ende der Nutzung bis Ende 2023 gesetzt. (vgl. Haas, 2021, S.11)
Außerdem entscheidet sich die EU dagegen, alkoholische Getränke weiterhin von der Kennzeichnungspflicht der Nährwerte und einer Zutatenliste auszuschließen, was bisher einzig im Lebensmittelsektor obligatorisch war. Als Alternative zur Kennzeichnung der Tabelle direkt auf dem Etikett kann dabei die Kennzeichnung auch durch eine sogenannte „Off-Label“-Lösung online erfolgen. Hier kann der Verbraucher einen QR-Code scannen, mit dem er auf eine neutrale Webseite mit den essentiellen Informationen gelangt, was aber wieder mit Kosten für das Unternehmen verbunden ist. Die sogenannte U-Label Plattform bietet Lösungen für eine Onlinekennzeichnung zwischen 250 € und 2500 €, je nach Mengenbedarf, an. Die verpflichtende Kennzeichnung der Nährwerte und Zutaten tritt ab dem 01.11.2023 in Kraft. (vgl. Ddw, 2021c, S.11)