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Kunden-Center
Studienbetreuung
Bei allen bestehenden Berufsbildern im Autohaus entstehen große Veränderungen durch unterschiedlichste innere und äußere Einflüsse.
Es zeigt sich, dass mit den Veränderungen am Markt und den Anforderungen der Hersteller an den digitalen Vertrieb, das Auftragsvolumen der Verkaufsberater und Disponenten im Sales-Prozess inkl. Auslieferung deutlich sinken wird.
Durch den verstärkten Einsatz des Online-Vertriebs wird das Arbeitsvolumen in diesem Vertriebskanal deutlich zunehmen und der Marketingbereich inkl. des digitalen Salesmanagers bekommt in der Zukunft eine noch höhere Priorität. In der Studie des Landes Baden-Württemberg von 2023 geht man davon aus, dass der digitale Vertrieb (Neu- & Gebrauchtwagen) künftig mehr als ein Drittel des Auftragsvolumens ausmacht.
D.h. dass der Konzentrationsprozess auf den Handelsstufen weiter eine starke Entwicklung in Richtung digitaler Vertrieb nehmen wird. Dies ist eine maßgebliche Folge aus den Themen Social Media, Vernetzung, und nicht zuletzt die neuen Agenturhandelsmodelle der Hersteller mit der Systemführerschaft bei der digitalen Vernetzung mit dem Fahrzeug und dem Kunden.
Aus Sicht des Autors führt dies im Sales- und Marketingbereich zu einer grundsätzlichen Veränderung der Vertriebs- und Marketingberufsbilder und die Anforderungen, die damit einhergehen. Mehr dazu in Kapitel 5.
Die Vernetzung des Kunden und des Fahrzeugs mit dem Autohaus (digitale Daten sind das neue Öl) führt auch im Servicebereich teilweise zu erheblichen Veränderungen der einzelnen Berufsbilder: Serviceassistenz, Serviceberater, Werkstattmeister und Mechaniker. Dies betrifft sowohl den PKW- als auch den Nutzfahrzeugbereich.
Ursache dafür ist die Zunahme des Funktionsumfangs von Fahrzeugen im Allgemeinen und von Softwaresystemen im Besonderen. Diese Entwicklung geht nicht nur mit einem entsprechend großen Beratungsbedarf einher, sie erfordert auch einen zusätzlichen Aufwand für die Vorbereitung der Termine, da mehr produktbezogene Expertise notwendig wird. Insbesondere der zunehmende Funktionsumfang vernetzter und automatisierter Fahrzeuge, der verstanden und den Kunden erklärt werden muss, erfordert ein hohes Fachwissen. Das führt dazu, dass sich das Arbeitsvolumen vom Kundenkontaktpersonal in Qualität und Quantität deutlich verändern wird.
Die Studie aus Baden-Württemberg und auch einiger namhafter Hersteller zeigt, dass das Arbeitsvolumen in der Werkstatt für Kfz-Mechatroniker/-innen bis zum Jahr 2030 nicht oder höchstens marginal zurückgehen wird – trotz der für diesen Zeitraum bereits erwarteten Verbreitung reparatur- und wartungsarmer batterieelektrischer Fahrzeuge.
Ursache dafür sind auch hier erneut die für digitalisierte Fahrzeuge aufzuwendenden höheren Arbeitsvolumen, die den Rückgang in anderen Bereichen bei Mechanikern kompensieren werden.
Zusammenfassend kann man für den Werkstattbereich festhalten, dass die Veränderungen des Antriebs, vom klassischen Motor auf alternative Antriebsvarianten, und die Vernetzung des Fahrzeugs zwar nicht zu Auslastungsschwächen, aber definitiv zu anderen Anforderungen in der Berufsausbildung und Weiterbildung führen wird.
Auch in den direkten und indirekten Kontaktbereichen (Serviceannahmen und Kundenkontaktcentern) wird eine einschneidende Veränderung stattfinden. Hier werden die klassischen Terminvereinbarungen und Fahrzeugannahmen in den Hintergrund rücken und die Beratung am Telefon, der digitale Austausch per E-Mail, etc. und der direkte Kundenkontakt erhalten eine andere Bedeutung.