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Studienbetreuung
Das Fundament einer guten, loyalen Mitarbeiterstruktur ist die Berufsausbildung. Auch wenn der „klassische“ KFZ-Mechatroniker im Jahr 2022 immer noch zu den TOP 3 gesuchten Ausbildungsplätzen in Deutschland zählt, sollte man sich hier nicht in Sicherheit wiegen. Aus Sicht des Autors entwickelt sich das Autohaus nicht schnell genug, um auf die Veränderungen des Ausbildungsmarktes zu reagieren.
Das Autohaus sollte sich überlegen, ob es eine eigene Strategie entwickelt, um künftiges Personal zu finden und gut auszubilden, um es dann auch zu übernehmen.
Die Suche nach Auszubildende, kann man durchaus über die klassischen Wege der letzten 20 Jahre beibehalten -> d.h. der Bewerber stellt sich beim Unternehmen vor.
Oder der Ausbildungsbetrieb stellt sich den aktuellen Gegebenheiten, d.h. das Unternehmen bewirbt sich vor Ort beim Nachwuchs!
Hierzu gibt es viele gute Beispiele, wie das erfolgen könnte:
Entscheidend ist dabei aber nicht nur ein gutes Recruiting im Außenverhältnis, sondern auch im Innenverhältnis eine sehr gute und solide Ausbildungsbasis zu schaffen.
Viele große und auch kleine Unternehmen haben in der Vergangenheit gute Ideen hierzu entwickelt:
Bei all diesen Maßnahmen ist es wichtig, geeignete und motivierte Mitarbeiter für die Auszubildenden als Ansprechpartner zu Verfügung zu stellen, damit diese während der ganzen Ausbildungszeit immer gut und qualifiziert begleitet werden.
Auch wenn das Autohaus heute schon einen guten Ausbildungsstandard hat, ist es erforderlich, diesen immer wieder zu prüfen und ggf. anzupassen oder komplett neu aufzusetzen.
Die heutigen Bewerber und künftigen Auszubildenden wollen auf den richtigen Kanälen angesprochen werden. Was gestern noch Facebook und Co. war, ist heute TikTok oder Snapchat. Und morgen…?
Ebenso werden Google-Bewertungen von der Jugend bei der Auswahl Ihres Ausbildungsbetriebes herangezogen, sowie ein guter Internet- und Social-Media Auftritt.
Für das heutige Autohaus heißt das, dass es sich mit den den aktuellen Kanälen beschäftigten muss und mit Hilfe des Marketings und der Ausbildungsverantwortlichen immer die richtigen Kanäle bedienen sollte, um attraktiv zu sein und gefunden zu werden.
Wenn der passende Auszubildende gefunden wurde, muss das Autohaus ihn ab dem Tag der Unterschrift aktiv im Unternehmen einbinden. Dies gelingt z.B. durch den Versand von E-Mail-News oder Einladungen zu Events des Autohauses. Bis der neue Mitarbeiter im Betrieb anfängt, kann es manchmal bis zu 12 Monate dauern. Das Risiko, dass der Auszubildende sich in dieser Zeit noch einmal neu orientiert, ist hoch.
Ab Tag 1 des Ausbildungsbeginns ist es daher sehr wichtig durch die o.g. Maßnahmen u.a. den Auszubildenden zu einem wertvollen, loyalen Mitarbeiter zu entwickeln. Ziel sollte es immer sein, den Auszubildenden zu einem künftigen Mitarbeiter aufzubauen und nicht als billige Kraft zu benutzen, die nach 3 - 3,5 Jahren das Haus wieder verlässt.
In den letzten 12 Monaten vor Ausbildungsende ist unbedingt darauf zu achten, dass die Weichen in Richtung dauerhaften Arbeitsplatz für den Auszubildenden gestellt werden. Dafür sollte ein geplantes und strukturiertes Übernahmegespräch geführt werden. Es ist enorm wichtig, gemeinsam mit dem Auszubildenden seine Stärken herauszuarbeiten und den bestmöglichen Arbeitsplatz zu finden, so dass beide Seiten zufrieden sind und ein gemeinsamer Mehrwert geschaffen wird.
Auch vor dem Hintergrund der veränderten Jobprofile (nächstes Kapitel) können sich für beide Seiten (Arbeitsnehmer und Arbeitgeber) damit neue Chance ergeben…
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