Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.
Unsere Ansprechpartner:
Michael Rabbat, Dipl.-Kfm.
MBA Chief Operating Officer
Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung
Im Jahr 2021 wurden Waren und Produkte unter gültigem MRA im Wert von rund 90,3 Milliarden CHF von der Schweiz in die EU exportiert. Der Anteil der Medizinprodukte lag hier bei 5,8 Milliarden CHF[1].
Vgl. Handelsstatistik zum Abkommen der Schweiz und der EU (MRA)-2021 SECO
Abbildung 6 SMTI Branchenstudie 2022 (swiss medtech & helbling)
49% der in der Schweiz produzierten und exportierten Medizinprodukte wurden in die EU geliefert. Unabhängig vom Betrag im Verhältnis zum prozentualen Anteil zeigt dies eindeutig, dass der Europäische Markt für Schweizer Medizinproduktehersteller einer der wichtigsten Export-Märkte ist. Der Handelsüberschuss der Medtech-Branche betrug im Jahr 2021 CHF 5.9 Mrd. was einem Anteil von 11,5% des gesamten Schweizer Handelsbilanzüberschusses (CHF 51.5 Mrd., 2021) entspricht
Die regulatorischen Herausforderungen um als Schweizer Hersteller Produkte auf dem Europäischen Markt zur Verfügung zu stellen sind im Umkehrschluss zum Europäischen Hersteller für den Schweizer Markt leicht erhöht. Der Schweizer Hersteller muss sich entscheiden, ob er Produkte für den Schweizer und den Europäischen Markt zur Verfügung stellen möchte.
Schweizer Markt:
Schweizer und Europäischer Markt:
Auswirkungen der MDR:

Abbildung 7 SMTI Branchenstudie 2022 (swiss medtech & helbling)
Das neue europäische Regelwerk für Medizinprodukte hat sich zum Ziel gesetzt, den Gesundheitsschutz weiter zu erhöhen, und stellt deshalb deutlich höhere Anforderungen an die klinische Sicherheit und die Leistung der Produkte. Dies führt aber vor allem auch zu höheren Kosten und Unsicherheit in der rechtlichen Auslegung. Durch die regulatorischen Anforderungen wird die Entwicklung eines Medizinprodukts im Durchschnitt rund 12% teurer und die Produktkosten erhöhen sich um ca. 6%. Zwei Drittel der Schweizer Hersteller geben an, dass sie ihr Produktportfolio reduzieren werden, weil der Regulierungsaufwand für einige Produkte nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis zum Umsatz steht. Die Reduktion des Produktsortiments Schweizer Hersteller auf Grund der MDR beträgt durchschnittlich ca. 13%. (SMTI: helbling, 2022)
Verhältnis Schweiz-EU:

Abbildung 8 SMTI Branchenstudie 2022 (swiss medtech & helbling)
Wir schon erwähnt, ist seit Mai 2021 die Schweiz für Medizinprodukte zu einem Drittstaat gegenüber der EU geworden. Dies bedeutet, dass der gegenseitige privilegierte Markzugang nicht mehr funktioniert. Als Export- und Importhürden sind insbesondere die neue Notwendigkeit eines Bevollmächtigten und des entsprechenden Labeling zu nennen.
Die Schweizer Hersteller werden ihre Portfolios deshalb für den EU-Markt durchschnittlich um weitere 7% einschränken. Für die Schweizer Händler führt das Drittstaat-Verhältnis dazu, dass sie rund 15% ihres bisherigen Portfolios verlieren. Ausländische Hersteller wägen ab, ob es sich lohnt, den Schweizer Markt weiter mit allen ihren Produkten zu beliefern. Vermehrt zeigt sich, dass sie dazu nicht mehr bereit sind. Die Gesundheitseinrichtungen stehen damit unter starkem Druck, die nicht mehr verfügbaren Medizinprodukte möglichst unverzüglich mit adäquaten Produkten zu substituieren, damit Patientinnen und Patienten weiterhin angemessen versorgt werden können. (SMTI: helbling, 2022)
Basierend auf der Schweizer Medizintechnik Industrie (SMTI) Umfrage von 2022 (siehe Abbildung 9) sehen Schweizer Medtech-Unternehmen die Top 3 Herausforderungen wie folgt:
Daneben ist noch die Findung / Benennung eines EC-Reps eine Herausforderung.

Abbildung 9 Quelle SMTI-Umfrageergebnis 2022 (swiss medtech & helbling)