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1.2 PESTE Analyse des Marktes

Anhand einer PESTE Analyse wurde der zu adressierende Markt in der Schweiz für Kommunikations- und Kollaborationslösungen im Bezug auf die zentralen Umwelteinflüsse untersucht. Dabei wurde in politische, wirtschaftliche, soziokulturelle, technologische und ökologische Einflüsse unterteilt.

Abbildung 5: PESTE Analyse des Marktes

Abbildung 5: PESTE Analyse des Marktes

P = POLITICAL / Politische Einflüsse

Öffentlicher Verkehr: Die Wichtigkeit des öffentlichen Verkehrs wird vermehrt in der politischen Diskussion hervorgehoben. Einerseits weil die Kosten für den privaten und öffentlichen Verkehr das Landesbudget immer mehr belasten und schwerer zu budgetieren sind und andererseits weil der Umweltschutz gefördert werden soll. Bezüglich dem öffentlichen Verkehr und dem damit verbundenen Service Public werden vermehrt Lösungswege gesucht den privaten wie auch den Geschäftsverkehr zu optimieren.

Kosten für Infrastruktur: Die Kosten für den öffentlichen wie auch privaten Verkehr steigen jährlich an. Einer der Gründe dafür ist der erhöhte Bedarf an Mobilität der Bürger in der Schweiz. Gemäss der „NZZ vom Sonntag“ vom 23. Januar 2011 verlassen 90% der Schweizer Bevölkerung fürs Geldverdienen ihr Wohnhaus. In derselben Recherche wird von der Zeitung festgehalten, dass 65% der Erwerbstätigen ihren Arbeitsort ausserhalb ihrer Wohngemeinde haben.7

Priorität der Infrastrukturausgaben soll vermehrt auf den Ausbau der Fiber-Breitband Infrastruktur gelegt werden um einen Datenstau durch die vermehrte Anwendung des Internet zu verhindern. Dazu verabschiedete der Bundesrat den Strategiebericht zur Zukunft der Infrastrukturnetze für die Bereiche Energieversorgung, Verkehr und Telekommunikation.8

Ballungszentren: Strukturschwächere ländliche Regionen in der Schweiz, stehen wegen dem demografischen Wandel vor grossen Herausforderungen im Bezug auf das Informationsund Bildungsangebot sowie auf die Gesundheitsversorgung. In diesem Bereich kann durch die Anwendung des Internets eine Förderung der strukturschwächeren ländlichen Regionen unterstützt werden.

Bildungssystem: Dieses muss weiter ausgebaut werden um den Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern auch in Zukunft abdecken zu können.

Wettbewerbsfähigkeit: Die Schweizer Wirtschaft soll durch politische Entscheidungen und Prioritäten gestärkt werden, damit der Bereich der Dienstleistungen (Wissensarbeit) strategisch weiter ausgebaut werden kann.

E-Government: Beim Einsatz moderner Informationsund Kommunikationstechnologien in Verwaltung und Regierung wurden in den letzten Jahren grosse Anstrengungen unternommen. Dennoch besteht grosser Nachholbedarf. Gemäss Bundesrat Hans-Rudolf Merz, Vorsitzender im Steuerungsausschuss E-Government Schweiz, geht es beim Schweizer E-Government vor allem um die koordinierte Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden um im Vergleich mit anderen EU Staaten den Anschluss nicht zu verlieren.9

Innovationsprozesse: Durch die Öffnung des Innovationsprozesses soll ein Wettbewerbsvorteil für die Schweizer Wirtschaft geschaffen werden. Dafür müssen auf der politischen Ebene die richtigen Weichen gestellt werden und dies wird vermehrt von Spitzenpolitikern gefordert.10

E = ECONOMIC / Wirtschaftlich

IKT Markt: In der Schweiz sind mittlerweile über 80 Prozent der Bevölkerung im Internet online. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 95 Prozent. Die intensive Internetnutzung dieser Zielgruppe wird besonders durch soziale Netzwerke getrieben. Den grössten Zuwachs an Internetnutzern weist jedoch die Gruppe der über 55-jährigen Menschen auf.

Abbildung 6: Internetnutzung nach Alter

Abbildung 6: Internetnutzung nach Alter11

Wissensarbeit: Wissensarbeit im Dienstleistungssektor ist ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Wirtschaft und erhält tendenziell zunehmend an Gewicht.

Wichtigkeit der IKT Branche: Die IKT Branche ist zu einem zentralen Faktor in Wirtschaft, öffentlichem Sektor und privatem Alltag geworden.

BIP Beitrag von IKT: Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) leistet gemäss Bundesamt für Statistik seit 1997 mit gut 5% des Bruttoinlandproduktes, einen bedeutenden Beitrag zu Produktivität, Wachstum und Beschäftigung in der Schweiz.

Tabelle 1: Anteil IKT am BIP

Tabelle 1: Anteil IKT am BIP12

S = SOCIAL / Sozio-kulturell

Steigerung der Mobilität: Die Steigerung der Mobilität ist auch für den soziokulturellen Austausch sehr wichtig und fördert den Zusammenhalt und damit ein stabiles soziales System.

Teamfähigkeit: Die Öffnung des Innovationsprozesses soll durch bessere Teamfähigkeiten gestärkt werden. Dies ist nicht nur für den privaten Alltag wichtig, sondern findet auch vermehrt Einzug in die Unternehmungen.

Bildungsniveau: Eine Steigerung des Bildungsniveaus trägt dazu bei, dass der Zusammenhalt und damit ein stabiles soziales System gebildet wird.

„Work-Life-Balance“: Mit einer ausgewogenen „Work-Life-Balance“ werden die Wechselwirkungen zwischen den Lebensbereichen „Privat“ und „Geschäft“ harmonisiert. Die dadurch gewonnene Zufriedenheit und Motivation wirkt der Diagnose „Burnout“ entgegen. Dies ist für den Arbeitnehmer wie auch für den Arbeitgeber ein anzustrebendes Ziel.

T = TECHNOLOGICAL / Technologisch

Glasfasernetz: Infrastruktur muss weiter ausgebaut werden.

Internetanbindung: Die Internetanbindung der Bevölkerung und die Vernetzung mit Breitband-Technologien soll weiter Richtung 100 % getrieben werden.

F&E Ausgaben: Um den technologischen Fortschritt weiter voranzutreiben, sollen staatliche- wie auch privatwirtschaftlich Investitionen in die Forschung und Entwicklung gefördert werden.

E = ECOLOGICAL / Ökologisch

Umweltschutz: Umweltschutzmassnamen sollen weiter gefördert werden. Auf Grund des an der Weltklimakonferenz ausgehandelten „Copenhagen Accord“ will der Bundesrat bis im Jahr 2020 die Treibhausgase in der Schweiz, (basierend auf dem Niveau von 1990) um 20% bis maximal 30% senken.13

CO2 Emissionen reduzieren: Der intelligente Einsatz von IKT-Systemen bis 2020 bietet gemäss dem Smart 2020 Report, CO2-Reduktionspotenziale von ca. 15 Prozent und damit das Fünffache der von IKT verursachten Emissionen.14

7 NZZ am Sonntag
8 http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00474/00492/index.html?lang=de&msg-id=35185
9 http://www.admin.ch/aktuell/00089/index.html?lang=de&msg-id=30133
10 http://www.nzz.ch/finanzen/aktien/nebenwerte/ruedi_noser_zur_innovationsinitiative_1.3926520.html
11 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/16/04/key/approche_globale.indicator.30106.301.html
12 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/publikationen.html?publicationID=3390
13 http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00474/00492/index.html?lang=de&msg-id=31937
14 http://www.theclimategroup.org/programs/ict/