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4.3.3. Klassischer Messeauftritt

Firmen, die sich mit einer Strategie und einem Ziel auf einer Messe präsentieren möchten, benötigen einen Messeauftritt, der Besucher anzieht, emotional anspricht und eine einzigartige Marken- und Produktwelt zelebriert.39 „Ein Messeauftritt verfügt über ein größeres Erfolgs-, aber auch ein größeres Misserfolgspotential als andere Marketingmaßnahmen.“40

Wichtig ist daher ein mit anderen Marketingmaßnahmen integriertes Vorgehen, um einen Messeauftritt zu gestalten. Ein klar wiedererkennbare Corporate Identity gilt als Pflichtprogramm eines Messeauftritts. Daher sollte ein Standkonzept auf Farben, Logos oder Werbebotschaften setzen, die der Zielgruppe bereits aus anderen Werbeauftritten bekannt sind. Das schafft nicht nur einen Wiedererkennungseffekt beim Kunden, sondern im besten Fall auch Synergien zwischen den einzelnen Werbemaßnahmen. Man muss den Messeauftritt als eine Inszenierung für eine glaubhafte Markenpräsentation sehen.

Im europäischen Raum werden eine sparsamere Produktplatzierung und der Umgang mit Farben und Formen für die Aussteller immer wichtiger. Man sollte ein Kernprodukt oder eine Kerndienstleistung auswählen und herausstellen und nicht eine ganze Palette an Lösungen präsentieren. Weniger ist mehr. 41 Wenn das Standdesign geplant wird, sollte man auch im Vorfeld der Messe einen objektiven Blick auf den Messestand werfen. Messebaufirmen fertigen für diesen Zweck 3D Standpläne an. Man sollte sich fragen, wie wirkt der Messestand aus Besuchersicht? Wird das Unternehmen auch aus der Ferne erkannt? Wird hier noch Unterstützung durch interaktive, mechanische oder mediale Installationen benötigt? Ist das Corporate Design in allen Elementen eingehalten?

Für einen reibungslosen Ablauf am Stand muss man des Weiteren klar die Verantwortlichkeiten verteilen. Wer ist Standleiter? Wer ist Spezialist und somit Hauptansprechpartner für welche Produktgruppe? Wer kümmert sich um Presseanfragen? Informationen wie eine Telefonliste mit den Schlüsselpersonen am Stand sollte für jeden verfügbar sein, genauso wie eine Übersicht mit den geplanten Kundenmeetings und den Räumen, in welchen diese Meetings stattfinden können. Während den Messetagen sollte man überprüfen, wie hoch die Service Qualität des Standpersonals ist. Wie beginnt die Vertriebsmannschaft Gespräche mit den Kunden? Wie werden die Produkte präsentiert? Gibt es hier noch Verbesserungsbedarf? Das Standpersonal hat auf der Messe die Aufgabe, die Kontakte weiterqualifizieren. Manche Besucher kann man vorbeigehen lassen, andere nicht. Die Standmitarbeiter sollten unbedingt nach einer Visitenkarte fragen und fast zeitgleich entscheiden, ob das Beratungsgespräch im Stehen, im Sitzen oder bei einer Tasse Kaffee stattfinden sollte. Es liegt in der fachlichen und emotionalen Kompetenz des Messeteams.

Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass das sogenannte Messe-Behavior eingehalten wird. Eventuelle Schwachpunkte und Optimierungsmöglichkeiten im Umgang mit den Kunden müssen – im Idealfall während der Messenachbereitung, um das Standpersonal vor Ort nicht zu demotivieren – angesprochen werden.

Egal wie sorgfältig man das Standpersonal im Vorfeld ausgewählt hat, darf man nicht vergessen, dass der menschliche Faktor nie 100%ig planbar ist. Vor allem auf einer so komprimierten Fläche wie auf einem Messestand können Stimmungen schnell umschlagen und unvorhergesehene Ereignisse demotivieren. Genau in solchen ausgeprägten „Stresssituationen“ zeigt sich die Stärke der Teamfähigkeit.

 

39 Vgl. Zunke, Karsten: Drama oder Lustspiel, in: Acquisa 01 (2009), S. 66.
40 Meißner, Bruno, Geschäftsführer von Meißner Expo in: Zunke, Karsten: Drama oder Lustspiel, in: Acquisa 01 (2009), S. 66.
41 Vgl. Zunke, Karsten: Drama oder Lustspiel, in: Acquisa 01 (2009), S. 66-67.