Rufen Sie uns einfach an, und wir beraten Sie gerne zu unserem Seminar- und Studienangebot.

Unsere Ansprechpartner:

Michael Rabbat, Dipl.-Kfm.
MBA Chief Operating Officer

Claudia Hardmeier
Kunden-Center
Studienbetreuung

Institute und Kompetenzzentren

Bindeglied zu einer Vielzahl an
Unternehmen und Organisationen

Erfahren Sie mehr ...

Forschung

Was Management-Forschung wirklich
leisten kann

Erfahren Sie mehr ...

Alumni

Wissenstransfer und
Erfahrungsaustausch

Erfahren Sie mehr ...

Referenzen

Feedback und
Teilnehmerstimmen

Erfahren Sie mehr ...

News

SGBS aktuell:
Wissen und
Anwendung

Erfahren Sie mehr ...

Klimaneutrale Seminare

Auf dem Weg zu
klimaneutralen Seminaren.

Erfahren Sie mehr ...

Juan Diego Flórez Association

Mit musikalischer Bildung
gegen Armut:

Erfahren Sie mehr ...

2.2.2 Das Nachrichtenquadrat – Vier-Ohren-Modell113

Ein Sender schickt eine Nachricht – sein in Zeichen verschlüsseltes Anliegen – an einen Empfänger, der die Nachricht entschlüsselt und entsprechend handelt. Eine Verständigung hat stattgefunden.

Friedemann Schulz von Thun hat sich in seinem Kommunikationsmodell die Nachrichten genauer angeschaut und festgestellt, dass sie verschiedene Botschaften in sich bergen. Diese verschiedenen, zum Teil verborgenen Botschaften machen den oben noch so simpel beschriebenen Kommunikationsvorgang erheblich komplizierter und störanfällig.

Schulz von Thun fasst diese verschiedenen Botschaften in vier Bereiche zusammen.

  1. Sachinhalte – Darüber informiere ich
    Dem Empfänger wird ein Sachverhalt klar und verständlich mitgeteilt.
  2. Selbstoffenbarung – Ich gebe von mir etwas kund
    Hier gibt der Sender Informationen über seine Person, z.B. seine Befindlichkeit, preis. Dies kann gewollt oder auch nicht gewollt sein. Das Problem liegt häufig darin, dass der Empfänger mit einer nicht eindeutigen Botschaft konfrontiert wird, die er richtig interpretieren muss.
  3. Beziehung – das halte ich von dir, so stehen wir zueinander
    Der Sender definiert hiermit die Beziehung der beiden Kommunikationspartner und tut dies genau genommen in zwei Botschaften. Zum einen vermittelt er ihm ‚So bist du‘ (Du-Botschaft), zum anderen macht er eine Aussage, wie er die Botschaft zwischen sich und dem Empfänger einschätzt (Wir-Botschaft).
    Der Unterscheid zur Selbstoffenbarung liegt darin, dass, weil der Empfänger jetzt selbst betroffen ist, er Entscheidungen treffen muss, ob er mit diesen Zuschreibungen einverstanden ist.
  4. Appell – Hierzu möchte ich dich veranlassen
    Mit diesem Teil der Nachricht will der Sender Einfluss darauf nehmen, was der
    Empfänger zu tun, zu denken, zu fühlen hat.

Diese Einflussnahme erfolgt häufig verdeckt, man spricht dann von Manipulation. In diesem Fall können auch die drei anderen Seiten der Nachricht zur Unterstützung des Appells benutzt werden. Die Sachinformation wird z.B. einseitig dargestellt, die Selbstoffenbarung soll beim Empänger eine geplante Wirkung erzielen, auf der Beziehungsebene werden Signale gesandt, die den Empfänger günstig im Sinne des Appells stimmen sollen.

Für eine klare und störungsarme Kommunikation ist es notwendig, dass sowohl Sender als auch Empfänger alle vier Seiten einer Nachricht berücksichtigen. Je besser der Sender die vier Seiten in Einklang bringt, desto authentischer wirkt er, und desto leichter kann der Empfänger die Nachricht in ihrer Gesamtheit empfangen. Entsprechend muss der Empfänger auf ‚vier Ohren‘ hören, um mit der Nachricht angemessen umgehen zu können.

Da besonders im Bereich der Selbstoffenbarung und Beziehungsdefinition vom Sender auch nicht bewusste Teile übermittelt werden, die im Gegensatz zu den bewussten Teilen stehen können, kann die Nachricht für den Empfänger schwer interpretierbar werden. Missverständnisse und Kommunikationsstörungen entstehen.

 

113 vgl. Schulz von Thun, Freidemann: Miteinander reden Band 1, 1981