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2.2.3 Wahrnehmung von Wirklichkeit

Unter ‚Wahrnehmung‘ verstehen wird etymologisch ein zur Kenntnisnehmen durch die Sinnesorgane verstanden; mir wird etwas gewahr, ich bemerke etwas, ich gebe auf etwas acht. Wahrnehmung ist ein psychischer Prozess der individuellen Reiz- bzw. Informationsaufnahme und wird durch individuelle Wahrnehmungsfilter (Gefühle, Erfahrungen, Situationen) gesteuert. Sehr viel weitergehend beschreibt das Resonanzgesetz den Begriff der Wahrnehmung. Ursprünglich kommt der Begriff Resonanz aus der Physik (lat. resonare = zurück schwingen). Eine Stimmgabel z.B. schwingt bei einem Ton nur mit, wenn der Ton ihrer Eigenfrequenz entspricht. Ein nicht ihrer Eigenfrequenz entsprechender Ton ist für die Stimmgabel nicht vorhanden, er wird von ihr nicht wahrgenommen.

Wenn Menschen etwas wahrnehmen, bedeutet das, dass in ihnen selbst eine Entsprechung vorhanden ist, dass in ihnen etwas mitschwingt. Erst diese Resonanz erlaubt Wahrnehmung. Ein Mensch kann also nur jene Bereiche der Wirklichkeit wahrnehmen, für die er eine Resonanzfähigkeit besitzt. Was außerhalb der eigenen Resonanzfähigkeit liegt, existiert für den jeweiligen Menschen nicht. Da Menschen unterschiedlich resonant sind, leben sie auch in unterschiedlichen Wirklichkeiten. Damit Kommunikationsprozesse gelingen, müssen die Kommunikationspartner über ihre Wirklichkeiten verhandeln und Schnittmengen bilden. „Wir leben ... unter der naiven Annahme, die Wirklichkeit sei natürlich so, wie wir sie sehen, und jeder der sie anders sieht, müsse böswillig oder verrückt sein.“114 In einem Kommunikationsprozess zu akzeptieren, dass ein anderer nicht böswillig oder verrückt, sondern nur eine andere Sicht der Wirklichkeit hat, ist ein erster Schritt, Kommunikation zu verbessern. Weiter gedacht, bedeutet das Resonanzgesetz, dass wir nur mit den Menschen, Situationen, Ideen in Berührung kommen, für die wir eine Resonanz oder anders ausgedrückt, eine Affinität mitbringen. Wenn uns etwas passiert, ein Streit, ein Unfall, dann nur aufgrund unserer Affinität zu einem solchen Erlebnis.

 

114 Watzlawick, Paul: Menschliche Kommunikation, 2007, S. 144